Interventionistische Linke Karlsruhe http://ilkarlsruhe.blogsport.de Thu, 19 Apr 2018 13:47:19 +0000 http://wordpress.org/?v=1.5.1.2 en Workers of the world unite – equal rights and a good life for all! ..unter diesem Motto rufen wir dazu auf, am 1.Mai 2018 an der Demonstration des DGB in Karlsruhe teilzunehmen. http://ilkarlsruhe.blogsport.de/2018/04/19/workers-of-the-world-unite-equal-rights-and-a-good-life-for-all-unter-diesem-motto-rufen-wir-dazu-auf-am-1-mai-2018-an-der-demonstration-des-dgb-in-karlsruhe-teilzunehmen/ http://ilkarlsruhe.blogsport.de/2018/04/19/workers-of-the-world-unite-equal-rights-and-a-good-life-for-all-unter-diesem-motto-rufen-wir-dazu-auf-am-1-mai-2018-an-der-demonstration-des-dgb-in-karlsruhe-teilzunehmen/#comments Thu, 19 Apr 2018 13:47:19 +0000 Administrator Allgemein http://ilkarlsruhe.blogsport.de/2018/04/19/workers-of-the-world-unite-equal-rights-and-a-good-life-for-all-unter-diesem-motto-rufen-wir-dazu-auf-am-1-mai-2018-an-der-demonstration-des-dgb-in-karlsruhe-teilzunehmen/ Wir wollen dadurch ein sichtbares Zeichen gegen soziale Spaltung und Rassismus setzen.
Wir streiten gemeinsam für ein gutes Leben in Würde für alle – auch in Karlsruhe !
Solidarität ist unsere Antwort!
Abschaffung der Sondergesetze für Geflüchtete und Migranten!
Gemeinsam gegen staatlichen und gesellschaftlichen Rassismus!
Nicht nur am 1.Mai: Seite an Seite, Hand in Hand für eine Welt ohne Ausbeutung und Krieg, Globale Bewegungsfreiheit und gleiche soziale Rechte für alle – auch in Karlsruhe!
Treffpunkt 9.55 Uhr – Vorplatz St. Stephan, Erbprinzenstraße gegenüber Landesbibliothek
Beginn der 1. Mai Demonstration des DGB zum Stadtgarten: 10.15 Uhr Vorplatz St.Stephan
Als Anlage der Aufruf auf deutsch und englisch. Der Block wird organisiert von:
Offenes Antirassistisches Treffen Karlsruhe – Solidarity4all – Kontakt: antira@soli-karlsruhe.de
United Refugees Rights movement eV Karlsruhe – Kontakt: urrm-karlsruhe@gmx.de

Treffpunkt 9.55 Uhr – Vorplatz St. Stephan, Erbprinzenstraße gegenüber Landesbibliothek
Beginn der 1. Mai Demonstration des DGB zum Stadtgarten: 10.15 Uhr Vorplatz St.Stephan
Anschließend gibt es u.A. auch Infostände von der Ag soziale Kämpfe (iL), dem AKI und von URRM

Workers of the world unite – equal rights and a good life for all!
..unter diesem Motto rufen wir dazu auf, am 1.Mai 2018 an der Demonstration des DGB in Karlsruhe teilzunehmen. Wir wollen dadurch ein sichtbares Zeichen gegen soziale Spaltung und Rassismus setzen.
Treffpunkt 9.55 Uhr – Vorplatz St. Stephan, Erbprinzenstraße gegenüber Landesbibliothek
Beginn der 1. Mai Demonstration des DGB zum Stadtgarten: 10.15 Uhr Vorplatz St.Stephan
Geflüchtete in der BRD sind Kolleginnen und Kollegen. Das Ausländer- und Asylrecht verwehrt aber vielen Geflüchteten das „Recht zu arbeiten“. Geflüchtete, die arbeiten dürfen sind bezüglich Teilnahme am Arbeitsleben besonderen Problemen ausgesetzt. Zunächst ist es äußerst schwer für sie eine Arbeit zu finden. Selbst wenn eine Arbeit gefunden wurde kann die jederzeit wieder verloren gehen, denn der Entzug der Arbeitserlaubnis ist eine Sanktionsmögflichkeit der Ausländerbehörden, wenn zB. kein Pass beschafft werden kann. Auch endet das Arbeitsverhältnis mit dem Verlust der Aufenthalts- oder Arbeitserlaubnis, die oft nur für wenige Monate erteilt werden. Wem die Arbeitserlaubnis entzogen wird hat auch kein Recht auf Arbeitslosengeld, selbst wenn man jahrelang gearbeitet und Versicherungsbeiträge bezahlt hat. Die Erteilung oder Verlängerung einer Arbeitserlaubnis ist wiederum meist vom Nachweis ausreichenden Erwerbsarbeitseinkommens abhängig. Dies führt dazu, daß Geflüchtete gezwungen sind jede Arbeit anzunehmen auch bei arbeitsrechtlich völlig unakzeptablen Arbeitsbedingungen und Niedrigstlöhnen. Auch Menschen die bereits Jahre in der BRD leben und hier lägst ihren Lebensmittelpunkt haben sind nicht von Abschiebemaßnahmen sicher. All diesen Ungerechtigkeiten und Spaltungsversuchen der Beschäftigten müssen wir gemeinsam entgegentreten. Es geht dabei nicht um Appelle an die Regierenden. Wir müssen selbst aktiv werden und in gegenseitiger Solidarität auch mit und innerhalb der DGB-Gewerkschaften für die Rechte aller Kolleginnen und Kollegen eintreten.
Wie gegenseitige Solidarität aussehen kann, dafür gibt es Beispiele, auch aus der Region: In einem Kleinbetrieb sollte ein Kollege abgeschoben werden. Die anderen Kollegen haben daraufhin die Arbeit niedergelegt und sich für ein Bleiberecht stark gemacht. In einem mittelständischen Betrieb war von der Geschäftsleitung aus Kostengründen eine Umstrukturierung der Beschäftigten geplant. Beschäftigte mit langer Betriebszugehörigkeit und höheren Löhnen sollten gekündigt und durch Geflüchtete mit niedigeren Löhnen ersetzt werden. Die Geflüchteten weigerten sich kollektiv als Lohndrücker eingesetzt zu werden, obwohl der Job für einige aufenthaltsrechtlich wichtig war.
Der 1.Mai ist für uns weder ein Feiertag noch ein Gedenktag. Wir halten an der Tradition als „Internationaler Kampftag der ArbeiterInnenklasse“ fest. Dies bedeutet kollektiv und öffentlich für eine grundlegende Veränderung der gesellschaftlichen Verhältnisse einzutreten. Denn entgegen den Behauptungen der Verteidiger*innen der herrschenden Ordnung, ist diese weder alternativlos noch die beste aller Gesellschaftsmodelle. In Wirklichkeit ist das kapitalistische System, das auf Proftmaximierung und weltweiter Ausbeutung basiert, für den überwiegenden Teil der Weltbevölkerung ein einziger Alptraum aus Verelendung, Umweltzerstörung und Krieg und führt dazu, dass viele ihre Heimat verlassen müssen. Auch in der BRD klafft die Schere zwischen arm und reich immer weiter auseinander, die Wohnungsnot nimmt zu. Für diese Entwicklung sind jedoch nicht die Geflüchteten verantwortlich zu machen, wie dies AFD und CO in ihrer Hetze verbreiten, sondern eine jahrelange Politik der Umverteilung von unten nach oben und der Privatisierung gesellschaftlicher Aufgaben.
Wir streiten gemeinsam für ein gutes Leben in Würde für alle – auch in Karlsruhe !
Solidarität ist unsere Antwort!
Abschaffung der Sondergesetze für Geflüchtete und Migranten!
Gemeinsam gegen staatlichen und gesellschaftlichen Rassismus!
Nicht nur am 1.Mai: Seite an Seite, Hand in Hand für eine Welt ohne Ausbeutung und Krieg, Globale Bewegungsfreiheit und gleiche soziale Rechte für alle – auch in Karlsruhe!

Offenes Antirassistisches Treffen Karlsruhe – Solidarity4all – Kontakt: antira@soli-karlsruhe.de
United Refugees Rights movement eV Karlsruhe – Kontakt: urrm-karlsruhe@gmx.de
Das Offene Antirassistische Trefffen trifft sich jeden 2. Montag im Monat um 19.30 Uhr im „Roten Stern“ im Gewerbehof, Steinstr.23, 2.OG in Karlsruhe

Workers of the World Unite – Equal Rights and a Good Life for All!
Under this motto we are calling to participate in the demonstration on 1 May of the Deutscher Gewerkschaftsbund (DGB: German organisation of unions). We want to send a visible signal against social division and racism.
meeting point 9.55 Uhr – Vorplatz St. Stephan (Erbprinzenstr.) in front of Landesbibliothek
Beginn der 1. Mai Demonstration des DGB zum Stadtgarten: 10.15 Uhr Vorplatz St.Stephan
Refugees in Germany are our colleagues. But the foreigner and asylum law denies many refugees the “right to work”. Refugees who are allowed to work face particular problems when they participate in working life. It is very difficult for them to find work at all. Even when they have found a job, it can be lost at any time, because a revocation of one’s work permit is a sanctioning measure of the ‘Ausländerbehörden’, e.g. in case a passport cannot be provided. Also, the work contract ends with the end of the residence permit or the work permit, as they are often granted for a few months only. Once the work permit gets revoked, the worker loses the right to unemployment benefits, even if s/he has worked for years and has paid into the unemployment insurance. Issue and extension of a work permit usually depend on proof of sufficient income from gainful employment. This means that refugees are forced to accept any work, including in case of legally unacceptable working conditions or extremely low wages. Even people who have been living in Germany for years and who have built their lives here are not safe from deportation measures. We have to stand up together against such injustices and attempts to divide workers. We do not mean calling on the government. We have to get active ourselves and stand up for the rights of all colleagues in mutual solidarity with and within the DGB unions.
There are some examples of mutual solidarity already, including from the region: in a small company, a colleague was about to be deported. His colleagues went on strike and stood up for his right to stay. In a medium-sized company the management planned a re-structuring of employees for improved cost effectiveness. Employees who had considerable length of service and higher wages were to be dismissed and replaced by refugees on lower wages. Together, the refugees refused to be employed as wage minimisers, although for some the jobs would have been important for their work permits.
The 1 May is neither a public holiday nor a memorial day for us. We keep the tradition of an “International Fighting Day of the Working Class”. This means that we collectively and publicly stand up for a fundamental change of societal conditions. Contrary to the statements of the defenders of the current order, this order is neither without alternative nor is it the best of all societal models. In reality, the capitalist system, which is based on profit maximisation and world-wide exploitation, is for most of the world’s population a nightmare of impoverishment, environmental destruction and war. For many it leads to their having to leave their countries. In Germany, too, the gap between the poor and the rich is ever widening, and the lack of housing is increasing. But refugees are not responsible for this development, as the AfD and Co claim in their hate speech, but years of policies favouring a redistribution from below to above as well as the privatisation of societal tasks.
Together we fight for a good life in dignity for all – also in Karlsruhe!
Solidarity is our answer!
Abolition of special laws for refugees and migrants!
Together against governmental and societal racism!
Not only on 1 May: Side by side, hand in hand for a world without exploitation and war. Global freedom of movement and the same social rights for all – also in Karlsruhe!
Open Anti-Racist Meeting Karlsruhe – Solidarity4all – Contact: antira@soli-karlsruhe.de
United Refugees Rights Movement e.V. Karlsruhe – Contact: urrm-karlsruhe@gmx.de
The Open Anti-Racist Meeting gets together every 2nd Monday of the month at 19.30 in the “Roter Stern”, Gewerbehof, Steinstr. 23, 2nd floor, in Karlsruhe

]]>
http://ilkarlsruhe.blogsport.de/2018/04/19/workers-of-the-world-unite-equal-rights-and-a-good-life-for-all-unter-diesem-motto-rufen-wir-dazu-auf-am-1-mai-2018-an-der-demonstration-des-dgb-in-karlsruhe-teilzunehmen/feed/
Stoppt den Angriffskrieg der türkischen AKP-Regierung gegen die Demokratische Föderation Nordsyrien (Rojava) – Stoppt den Bombenterror gegen die Bevölkerung in Afrin / Nordsyrien! Sofortiger Abzug der türkischen Armee und ihrwer Verbündeten Islamisten! http://ilkarlsruhe.blogsport.de/2018/04/19/stoppt-den-angriffskrieg-der-tuerkischen-akp-regierung-gegen-die-demokratische-foederation-nordsyrien-rojava-stoppt-den-bombenterror-gegen-die-bevoelkerung-in-afrin-nordsyrien-sofortiger-abzug-der-tue/ http://ilkarlsruhe.blogsport.de/2018/04/19/stoppt-den-angriffskrieg-der-tuerkischen-akp-regierung-gegen-die-demokratische-foederation-nordsyrien-rojava-stoppt-den-bombenterror-gegen-die-bevoelkerung-in-afrin-nordsyrien-sofortiger-abzug-der-tue/#comments Thu, 19 Apr 2018 13:44:14 +0000 Administrator Allgemein Internationale Solidarität Antimilitarismus http://ilkarlsruhe.blogsport.de/2018/04/19/stoppt-den-angriffskrieg-der-tuerkischen-akp-regierung-gegen-die-demokratische-foederation-nordsyrien-rojava-stoppt-den-bombenterror-gegen-die-bevoelkerung-in-afrin-nordsyrien-sofortiger-abzug-der-tue/ Kundgebung in Karlsruhe – Donnerstag 19.4.2018 von 18 Uhr bis 19 Uhr Kaiserstraße / Ecke Waldstraße u.A. mit aktuellen Infos und musikalischen Beiträgen
Das Karlsruher Bündnis „Hände weg von Afrin – Solidarität mit Rojava“ führt seit 15.03. jeden Donnerstag 18 Uhr bis 19.00 Uhr eine Kundgebung in der Innenstadt Waldstraße / Ecke Kaiserstraße durch, um über die aktuelle Entwicklung (Medien und Bevölkerung) zu informieren.
Nächster Termin: Donnerstags, 19.4.2018 jeweils 18-19 Uhr
Achtet bitte auf aktuelle Medienberichte und Solidaritätsaufrufe. Akuelle Infos erhaltet Ihr u.A. bei der kurdischen Nachrichtenagentur anfdeutsch.com und civaka-azad.org
★ Spenden für Nothilfe in Afrin – medico international
Der örtliche Gesundheitsrat bittet medico international dringend um Unterstützung für die medizinische Nothilfe. Spendenkonto: medico international, IBAN: DE21 5005 0201 0000 0018 00,
BIC: HELADEF1822, Frankfurter Sparkasse – Stichwort „Nothilfe Rojava“

]]>
http://ilkarlsruhe.blogsport.de/2018/04/19/stoppt-den-angriffskrieg-der-tuerkischen-akp-regierung-gegen-die-demokratische-foederation-nordsyrien-rojava-stoppt-den-bombenterror-gegen-die-bevoelkerung-in-afrin-nordsyrien-sofortiger-abzug-der-tue/feed/
Brauner „Feminismus“? – unser Femlnismus bleibt antirassistisch http://ilkarlsruhe.blogsport.de/2018/03/29/brauner-feminismus-unser-femlnismus-bleibt-antirassistisch/ http://ilkarlsruhe.blogsport.de/2018/03/29/brauner-feminismus-unser-femlnismus-bleibt-antirassistisch/#comments Thu, 29 Mar 2018 07:44:05 +0000 Administrator Allgemein Frauenkampf Antirassismus http://ilkarlsruhe.blogsport.de/2018/03/29/brauner-feminismus-unser-femlnismus-bleibt-antirassistisch/ Wie die Nazis versuchen frauenpolitisch zu punkten und die aktuellen Kampag-nen gegen Gewalt gegen Frauen rassistisch zu intrumentalisieren – Diskussionsveranstaltung – Mittwoch 11.4.18 um 19.30 Uhr im Roten Stern im Gewerbehof, Steinstr.23, 2.OG in Karlsruhe
Das Beispiel Kandel und andere zeigen: AFD und Neonazis aller Couleur versuchen mit „Frauenbündnissen gegen Gewalt“ oder „Frauenmarsch“, wie in Berlin, insbesondere die Kampagne gegen Gewalt gegen Frauen nationalistisch und rassistisch aufzuladen und zu instrumentalisieren. Dabei werden Parolen der Frauenbewegung, wie zB. „erobern wir uns die Straße zurück“ usw. von rechten „Frauenbündnissen“ aufgegriffen und mit rassistischen, nationalistischen und reaktionären Frauenbildern versetzt.
Grund genug, sich mit dieser neuen Entwicklung auseinander-zusetzen und mögliche Gegenstrategien zu beraten, zumal die Nazis offensichtlich Kandel zu einem neuen rassistischen „Wall¬fahrtsort“ machen wollen. Sie haben be-reits bis Ende des Jahres Versammlungen in Kandel angemeldet, nach dem es ihn die ers¬ten zweimal gelungen ist mit überregionaler Mobilisierung weit über 1000 Menschen für ihre Ziele zu mobilisieren.
Interventionische Linke Karlsruhe – www. ilkarlsruhe.blogsport.de
Kontakt: il-karlsruhe(at)riseup.net visdP. b,müller, steinstr.23, 76133 karlsruhe

Gemeinsam kämpfen! Feministisch! Anti¬rassistisch! Solidarisch!
Überall in Deutschland, ob auf dem Dorf, in der Kleinstadt oder in den Metropolen, ge¬schehen täglich sexistische Übergriffe oder Belästigungen gegenüber Frauen*. Sexismus ist Alltag und das nicht erst seit der Silvester¬nacht auf der Kölner Domplatte.
Unsere Solidarität gilt deshalb all jenen Frauen*, die sexualisierter Gewalt und Über¬griffen ausgesetzt waren und sind. Wie es Femi-nist*innen auf der ganzen Welt schon seit vielen Jahren tun, muss sexualisierte Gewalt und Sexismus überall bekämpft werden – egal, von wem sie ausgeht.
Antifeminismus und Rassismus schließen eine unheilvolle Allianz
Es ist bizarr aber wenig verwunderlich, dass Pegida, AfD, Antifeminist*innen und allerlei Per-sonen, die sich noch nie für Frauen*rechte interessiert haben, nun plötzlich als Beschüt-zer*innen von „deutschen, weißen Frauen“ auftreten. Die Körper der angegriffenen Frauen* werden instrumentalisiert, um eine rassistische Stimmungsmache gegen Ge¬flüchtete und insbesondere muslimische Mig¬ranten zu betreiben.
Ob in der Erklärung selbsternannter männli¬cher „Bürgerwehren“, in denen Neonazis und Hooligans gemeinsam mit „besorgten Bürgern“ auf die Straße gehen, oder auf den Covern von großen Tageszeitungen: Hier geht es niemals darum, Frauen*rechte zu verteidigen oder die Anliegen von Feminist*innen zu un¬terstützen, sondern immer um die rassistische Abgren¬zung gegenüber den „Anderen“. Einen ideologischen Kitt stellt dabei der antimuslimi¬sche Rassismus dar, der einerseits sexuali¬sierte Gewalt externalisiert und zugleich rech¬ten Brand¬stiftern in die Arme spielt.
Der Fokus dieser Feindmarkierung liegt auf dem „jungen, männlichen, muslimischen Ein¬wan-derer“, zielt jedoch auf alle Migrant*innen ab. Auf der Agenda stehen doch weitere Asyl-rechtsverschärfungen, die Erfindung sicherer Herkunftsstaaten und weitere Gesetzesver-schärfungen. Eine ernsthafte Auseinanderset-zung mit sexu¬alisierter Gewalt und den Rechten von Frauen*, insbesondere derer, die Rassismuserfahrungen machen, sind dabei egal. Stattdessen werden von allen Seiten Ratschläge erteilt, wie sich Frauen angeblich zu verhalten oder gar anders kleiden sollten! Auf sowas haben wir schon lange keinen Bock mehr!!!
Unsere Solidarität ist grenzenlos. Wir las¬sen uns nicht instrumentalisieren für ras¬sisti-sche Stimmungsmache. Das Problem heißt Sexismus!
Die sexistischen Verhältnisse gilt es immer und überall anzugreifen. Um es nochmal deut¬lich zu sagen: Wir werden die sexuellen Übergriffe oder Angriffe auf Frauen in Köln, Hamburg und wo sie auch sonst stattfinden, nicht entschuldigen. Sie machen uns wütend, traurig und fassungslos! Diejenigen, die sie ausüben, sind und bleiben Frauenfeinde – aber eben nicht weil sie die fal¬sche Nationalität oder den falschen Aufent¬haltstitel haben, sondern weil sie Sexisten sind, die die Rechte von Frauen* nicht akzep¬tieren!
Wir wollen gemeinsam mit allen, egal welcher Nationalität, Aufenthaltstitel, Lebens- und Arbeitsbedingungen, Liebens- und Lebensweisen, für Frauen*-Rechte streiten. Unsere Kämpfe sind solidarisch und aufeinander be-zogen. Gemeinsam gegen Sexismus und sexualisierte Gewalt. Heute, morgen + überall.
(Auszug aus der Il Erklärung nach Köln 3/2016)

]]>
http://ilkarlsruhe.blogsport.de/2018/03/29/brauner-feminismus-unser-femlnismus-bleibt-antirassistisch/feed/
Stoppt den Angriffskrieg der türkischen AKP-Regierung gegen die Demokratische Föderation Nordsyrien (Rojava) Kundgebung in Karlsruhe -Donnerstag 29.3.2018 von 18 Uhr bis 19 Uhr Kaiserstraße / Ecke Waldstraße http://ilkarlsruhe.blogsport.de/2018/03/29/stoppt-den-angriffskrieg-der-tuerkischen-akp-regierung-gegen-die-demokratische-foederation-nordsyrien-rojava-stoppt-den-bombenterror-gegen-die-bevoelkerung-in-afrin-nordsyrien-kommt-zur-kundgebung-in/ http://ilkarlsruhe.blogsport.de/2018/03/29/stoppt-den-angriffskrieg-der-tuerkischen-akp-regierung-gegen-die-demokratische-foederation-nordsyrien-rojava-stoppt-den-bombenterror-gegen-die-bevoelkerung-in-afrin-nordsyrien-kommt-zur-kundgebung-in/#comments Thu, 29 Mar 2018 07:22:15 +0000 Administrator Allgemein Soziale Kämpfe Internationale Solidarität http://ilkarlsruhe.blogsport.de/2018/03/29/stoppt-den-angriffskrieg-der-tuerkischen-akp-regierung-gegen-die-demokratische-foederation-nordsyrien-rojava-stoppt-den-bombenterror-gegen-die-bevoelkerung-in-afrin-nordsyrien-kommt-zur-kundgebung-in/ Stoppt den Bombenterror gegen die Bevölkerung in Afrin / Nordsyrien! Kommt zur Kundgebung in Karlsruhe – Donnerstag 29.3.2018 von 18 Uhr bis 19 Uhr Kaiserstraße / Ecke Waldstraße
u.A. mit aktuellen Infos und musikalischen Beiträgen

Nach Afrin würden auch die Städte Manbidsch, Kobane, Tal Abjad, Ras al-Ain und Kamischli „von Terroristen gesäubert“ kündigte Erdogan in einer in der südlichen Stadt Mersin gehaltenen und im Fernsehen übertragenen Rede an. Die türkische Regierung hat außerem die Ausweitung ihres Angriffskriegs auf den Konton Sengal im Nordirak angekündigt, wo überwiegend Yesiden leben, deren Leben dadurch akut bedroht ist.
Solidarität mit Rojava! – Unterstützt die Hunderttausende, die vor den Angriffen fliehen mussten
Auf einem Koordinationstreffen wurde ein Karlsruher Bündnis „Hände weg von Afrin – Solidarität mit Rojava“ gebildet, das ab 15.03. jeden Donnerstag 18 Uhr bis 19.00 Uhr eine Kundgebung in der Innenstadt Waldstraße / Ecke Kaiserstraße durchführt, um über die aktuelle Entwicklung (Medien und Bevölkerung) zu informieren. Nächste Termine: Donnerstags, 29.3.2018, 5.4.2018, 12.4.2018 jeweils 18-19 Uhr Stoppt den Angriffskrieg der türkischen AKP-Regierung gegen die Demokratische Föderation Nordsyrien (Rojava) – Stoppt den Bombenterror gegen die Bevölkerung in Afrin / Nordsyrien! Kommt zur Kundgebung in Karlsruhe
Achtet bitte auf aktuelle Medienberichte und Solidaritätsaufrufe. Akuelle Infos erhaltet Ihr u.A. bei der kurdischen Nachrichtenagentur anfdeutsch.com und civaka-azad.org

Michael Wilk: Die Lage der Geflohenen ist extrem – ANF Dienstag, 27 März 2018
Der Wiesbadener Arzt Michael Wilk ruft aus Rojava zur internationalen Unterstützung der Flüchtlinge aus Efrîn auf.
Michael Wilk reist seit 2014 immer wieder nach Nordsyrien. Im vergangenen September war er als Notfallmediziner in Raqqa. Momentan arbeitet er mit dem Kurdischen Roten Halbmond (Heyva Sor a Kurd) zusammen, um Nothilfe für die aus Efrîn geflüchteten Menschen zu leisten.

Er berichtet aus Şehba: „Die Lage der Geflohenen ist extrem: Tausende sind weiterhin auf offenem Feld Wind und Wetter ausgesetzt. Viele Frauen sind schwanger. Kinder sind ohne Obdach. Alle Häuser der kurdischen Bevölkerung der Region sind überbelegt. Es mangelt an Zelten, Nahrung, Trinkwasser und medizinischer Versorgung. Der kurdische rote Halbmond und die regionale kurdische Selbstverwaltung leisten hervorragende Arbeit, sind aber völlig überlastet.“
Inzwischen sei ein Hilfskonvoi aus Qamişlo, Kobanê und anderen Städten Rojavas angekommen, aber „selbst über 40 Lastwagen und Ambulanzfahrzeuge sind ein Tropfen auf den heißen Stein“, so Wilk, der dringend zu internationaler Unterstützung aufruft:
„Mehrere hunderttausend Menschen sind vor der türkischen Aggression und den fundamental-islamistischen Söldnern geflohen. Die Regierungen der westlichen Welt schwiegen. Deutsche Waffen töteten und verletzten. Russland und Damaskus intervenierten nicht und gaben den Luftraum für die Bombardierung frei. Die USA, deren Verbündete – die Einheiten der kurdischen YPG – den IS effektiv bekämpfen, ließen die mörderischen Angriffe der türkischen Armee zu. Jetzt warten die Opfer dieser Verbrechen dringend auf Hilfe!“

★ Spenden für Nothilfe in Afrin – medico international
Die Türkei greift den kurdischen Kanton Afrin an. medico unterstützt die medizinische Nothilfe vor Ort. Hilfe wird dringend benötigt. Die Ärzte des Krankenhauses in Afrin befürchten eine humanitäre Tragödie. „Wir haben nicht genug Medikamente. Wir tun was wir können, aber bald sind unsere Vorräte aufgebraucht“, sagt Khalil Sabri Ahmed. Der örtliche Gesundheitsrat bittet medico international dringend um Unterstützung für die medizinische Nothilfe.
Spendenkonto: medico international, IBAN: DE21 5005 0201 0000 0018 00,
BIC: HELADEF1822, Frankfurter Sparkasse – Stichwort „Nothilfe Rojava“

]]>
http://ilkarlsruhe.blogsport.de/2018/03/29/stoppt-den-angriffskrieg-der-tuerkischen-akp-regierung-gegen-die-demokratische-foederation-nordsyrien-rojava-stoppt-den-bombenterror-gegen-die-bevoelkerung-in-afrin-nordsyrien-kommt-zur-kundgebung-in/feed/
Demonstration und Protest am Baden Airpark wg 18 Jahre Sammelabschiebung vom Baden Airpark http://ilkarlsruhe.blogsport.de/2018/03/14/demonstration-und-protest-am-baden-airpark-wg-18-jahre-sammelabschiebung-vom-baden-airpark/ http://ilkarlsruhe.blogsport.de/2018/03/14/demonstration-und-protest-am-baden-airpark-wg-18-jahre-sammelabschiebung-vom-baden-airpark/#comments Wed, 14 Mar 2018 20:43:46 +0000 Administrator Allgemein Soziale Kämpfe Antirassismus http://ilkarlsruhe.blogsport.de/2018/03/14/demonstration-und-protest-am-baden-airpark-wg-18-jahre-sammelabschiebung-vom-baden-airpark/ Mittwoch 21.3.2018, ab 7.00 Uhr, Demonstration und Protest am Baden Airpark wg 18 Jahre Sammelabschiebung vom Baden Airpark. Während wir am 21. März am Flughafen protestieren, werden zeitgleich Menschen nach Serbien und Mazedonien abgeschoben. Auch aus Karlsruhe werden wir an der Protestaktion teilnehmen. Wer von Karlsruhe mitfahren will meldet sich bitte bei il-karlsruhe(at)riseup.net oder bei antira(at)soli-karlsruhe.de
Im März 2000 fand die erste Sammelabschiebung vom Flughafen statt. 18 Jahre Sammelabschiebungen vom Flughafen Karlsruhe Baden-Baden. Etwa 70 Sammelabschiebungen 2016 und 2017. 7.000 Menschen wurden in den letzten drei Jahren abgeschoben.
Mehr Infos: https://www.aktionbleiberecht.de/?p=14049; https://www.aktionbleiberecht.de/?p=14086
https://www.freiburger-forum.net/2018/03/protest-am-21-maerz-2018-7-30-uhr-am-flughafen-18-jahre-sammelabschiebungen-vom-flughafen-karlsruhe-baden-baden/
http://stop-deportation.de/protest-am-21-maerz-2018-7-30-uhr-am-flughafen-18-jahre-sammelabschiebungen-vom-flughafen-karlsruhe-baden-baden/
Antira-Netzwerk Baden-Württemberg info@stop-deportation.de http://stop-deportation.de/

]]>
http://ilkarlsruhe.blogsport.de/2018/03/14/demonstration-und-protest-am-baden-airpark-wg-18-jahre-sammelabschiebung-vom-baden-airpark/feed/
Hände weg von Afrin – Solidarität mit Rojava – Kundgebung Do 15-3-2018 von 18-19 Uhr Karlsruhe Kaiserstr.-Ecke Waldstraße http://ilkarlsruhe.blogsport.de/2018/03/14/haende-weg-von-afrin-solidaritaet-mit-rojava-kundgebung-do-15-3-2018-von-18-19-uhr-karlsruhe-kaiserstr-ecke-waldstrasse/ http://ilkarlsruhe.blogsport.de/2018/03/14/haende-weg-von-afrin-solidaritaet-mit-rojava-kundgebung-do-15-3-2018-von-18-19-uhr-karlsruhe-kaiserstr-ecke-waldstrasse/#comments Wed, 14 Mar 2018 20:35:26 +0000 Administrator Allgemein Internationale Solidarität Repression Antirassismus http://ilkarlsruhe.blogsport.de/2018/03/14/haende-weg-von-afrin-solidaritaet-mit-rojava-kundgebung-do-15-3-2018-von-18-19-uhr-karlsruhe-kaiserstr-ecke-waldstrasse/ Stoppt den Angriffskrieg der türkischen AKP-Regierung gegen die Demokratische Föderation Nordsyrien (Rojava) – Stoppt den Bombenterror gegen die Bevölkerung in Afrin / Nordsyrien! Solidarität mit Rojava!
Kommt zur Kundgebung in Karlsruhe
Donnerstag 15.3.2018 von 18 Uhr bis 19 Uhr Kaiserstraße / Ecke Waldstraße
Auf einem Koordinationstreffen wurde ein Karlsruher Bündnis „Hände weg von Afrin – Solidarität mit Rojava“ gebildet, das ab 15.03. jeden Donnerstag 18 Uhr bis 19.00 Uhr eine Kundgebung in der Innenstadt Waldstraße / Ecke Kaiserstraße durchführt, um über die aktuelle Entwicklung (Medien und Bevölkerung) zu informieren.Nächste Termine: Donnerstags, 15.3., 22.3. und 29.3.2018 jeweils 18-19 Uhr
Achtet bitte auf aktuelle Medienberichte und Solidaritätsaufrufe. Akuelle Infos erhaltet Ihr u.A. bei der kurdischen Nachrichtenagentur anfdeutsch.com und civaka-azad.org

Nach aktuellen Medienberichten hat die türkische Armee, und die mit ihr verbündeten islamistischen Milizen aus Mitglieder von IS, AL Nusra und Al Kaida die Stadt AFRIN weitgehend eingeschlossen. Afrin Stadt wird aus der Luft und mit schwerer Artillerie bombardiert. Die Türkei setzt chemische Waffen gegen Zivilisten ein. Sie hat mehrere Dörfer mit verbotenen Waffen angegriffen. Wegen andauernder Luftangriffe und Bombardierungen sind Tausende von Zivilisten sind gezwungen worden, ihre Dörfer zu verlassen und im Stadtzentrum von Afrin Zuflucht zu suchen.
Wasser und Strom sind in Afrin von der Türkischen Armme unterbrochen worden
Nun hat die Belagerung des Zentrums von Afrin begonnen, die türkische Armee zielt vor allem auf die Infrastruktur ab, um die Evakuierung der Anwohner zu erzwingen. Auch Wasserwerke, Bäckereien, Strom- und Telefonanschlüsse sind von den türkischen Angriffen betroffen. Seit der Belagerung der Anlage am Meydankê-Dam in Afrin gibt es keine Wasser- und Stromlieferungen mehr. Den Vereinten Nationen zufolge unterbricht die Türkei bereits seit einer Woche die Wasserversorgung für die Stadt.
Dies ist ein Kriegsverbrechen – doch die Bundesregierung schweigt dazu. Zur Zeit gibt es in Afrin auch keine internationalen Journalisten mehr, die über die Verbrechen der türklischen Armee und ihrer Verbündeten berichten könnten.
Die Kurden in Afrin stehen nun vor der Gefahr, zu Opfern einer ethnischen Säuberungskampagne zu werden, bei der sie gänzlich aus Afrin vertrieben werden. In Wirklichkeit ist diese Enklave historisch gesehen hauptsächlich von Kurden besiedelt, aber am Tag nach der Invasion erklärte Erdogan, die Türkei beabsichtige, “Afrin seinen rechtmäßigen Besitzern zurückzugeben”! Es ist klar, dass der türkische Präsident Erdogan eine Kampagne gegen alle Kurden gestartet hat.
Erdogan hat Spezialeinheiten für den Häuserkampf nach Afrin verlegt. Nach Afrin würden auch die Städte Manbidsch, Kobane, Tal Abjad, Ras al-Ain und Kamischli „von Terroristen gesäubert“ kündigte Erdogan in einer in der südlichen Stadt Mersin gehaltenen und im Fernsehen übertragenen Rede an.
Die türkische Regierung hat nun die Ausweitung ihres Angriffskriegs auf den Nordirak angekündigt. Nach Meldung der kurdischen Nachrichtenagentur anf news hat die Autonomieverwaltung von Efrîn den UN-Sicherheitsrat dazu aufgerufen, Massaker der türkischen Besatzungsarmee an der Zivilbevölkerung zu verhindern.
Akuelle Infos erhaltete Ihr bei anfdeutsch.com und civaka-azad.org

★ Spenden für Nothilfe in Afrin – medico international
Die Türkei greift den kurdischen Kanton Afrin an. medico unterstützt die medizinische Nothilfe vor Ort. Hilfe wird dringend benötigt.
Die Ärzte des Krankenhauses in Afrin befürchten eine humanitäre Tragödie. „Wir haben nicht genug Medikamente. Wir tun was wir können, aber bald sind unsere Vorräte aufgebraucht“, sagt Khalil Sabri Ahmed. Der örtliche Gesundheitsrat bittet medico international dringend um Unterstützung für die medizinische Nothilfe.
Spendenkonto: medico international, IBAN: DE21 5005 0201 0000 0018 00,
BIC: HELADEF1822, Frankfurter Sparkasse – Stichwort „Nothilfe Rojava“

xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx

★ Stoppt den Angriffskrieg der türkischen AKP-Regierung gegen die Demo-kratische Föderation Nordsyrien (Rojava) ★ Solidarität mit Rojava! ★ Stoppt den Bombenterror gegen die Bevölkerung in Afrîn / Nordsyrien!
Seit dem 20.01.2018 bombardiert die türkische AKP-Regie-rung mit Artillerie und Luftwaffe die Bevölkerung im Kanton Afrin in Nordsyrien. Afrîn war eine der letzten Regionen in Syrien, die in fast 7 Jahren Krieg kaum zerstört wurde, und die vielen Menschen, die vor dem Krieg geflohen sind, Zu-flucht geboten hat.
In Zusammenarbeit mit islamistischen Söldnertruppen will die Erdogan-Regierung ausradieren, was dort und in den ande-ren Kantonen Rojavas als ein politisches System demokrati-scher Selbstverwaltung entstand. Die Bevölkerung organi-siert sich in eigenen Versammlungen und Räten, um ihr Le-ben über z.B. ethnische und religiöse Unterschiede hinweg gemeinsam zu gestalten. Die Frauen spielen dabei eine zent-rale Rolle: Sie organisieren sich in allen Bereichen eigen-ständig und sind maßgeblich an der Gestaltung des Ge-meinwesens beteiligt. Die kurdischen Selbstverteidigungs-kräfte haben auch eine wesentliche Rolle in der Bekämpfung des IS und der Befreiung vieler Städte und Dörfer vor seiner Schreckensherrschaft gespielt.
Im Norden Afrîns finden zur Zeit schwerste Gefechte zwi-schen den Selbstverteidigungseinheiten der multiethnischen Bevölkerung und der türkischen Armee und den Islamisten statt. Die Kräfte der YPG/YPJ leisten erbitterten Widerstand und versuchen unter größter Opferbereitschaft den Vor-marsch der Invasoren abzuwehren. Erdogan hat angekün-digt, dass die Besatzung Afrîns nur der erste Schritt in einem umfassenden Vernichtungsfeldzug gegen ganz Rojava und die gesamte Demokratische Föderation Nordsyrien sein soll.
Die im Parlament vertretene prokurdische HDP rief zu Soli-darität mit Afrîn auf. Erdoğan konterte mit einer Warnung an die Bevölkerung in der Türkei, „der Nation nicht in den Rü-cken zu fallen“. Wer protestiere, werde gestellt: „Ihr werdet auf Schritt und Tritt verfolgt.“ Laut Medienberichten wurden und werden alle verfolgt und wegen „Terror-Propaganda“ verhaftet, die Kritik an dem Einmarsch üben, unter ihnen viele HDP-Politiker. Eine Pressekonferenz der HDP in Diyar-bakir gegen den Einmarsch wurde von Paramilitärs aufgelöst
Die russische Regierung und auch die US-Regierung verfol-gen in Syrien ihre eigenen strategischen Ziele. Ein Angriff der türkischen Armee in dieser Form war wohl nur möglich wenn diese ihre Zurückhaltung im Vorhinein signalisiert haben. Offensichtlich hat die US-Administration dem NATO-Partner Türkei grünes Licht gegeben – auch Nichtverhalten ist aber eine Form der Unterstützung! Kurz vor der Intervention der türkischen Armee in Afrin, hat der türkische Staat die Internet- und Mobiltelefonverbindungen in der Region kappen lassen. Die Bewohner Afrins befürchten, dass die Türkei damit beabsichtige, die Veröffentlichung von Massakern an Zivilisten durch das türkische Militär zu unterbinden. (Quelle: ANHA) Das türkische Religionsministerium Diyanet, dessen Teil auch die in Deutschland operierende DITIB ist, gab den Befehl aus, dass mit dem Beginn der Operationen auf Afrîn in allen Moscheen die als Eroberungssure bekannte Feth Sure verlesen wird. Darin ist von Krieg, Eroberung und Beute an den Ungläubigen die Rede. Der Direktor der türkischen Religionsbehörde Prof. Dr. Ali Erbaş predigte dazu in der Haci Bayram: „Mein Gott, sorge für die Si-cherheit unseres Vaterlandes, für die Ruhe unserer Nation und lass im Sinne von Frieden und Wohlstand die von unseren helden-haften Sicherheitskräften und mutigen Soldaten begonnene Ope-ration erfolgreich sein. Und hilf unserem glorreichen Heer mit dei-ner göttlichen Kraft.“ Quelle: ANF
Protest der Bundesregierung? Fehlanzeige !
Seit Anfang Januar 2018 hat der türkische Außenminister Cavusoglu den deutschen Außenminister Gabriel mehrfach getroffen. Seitdem ist allenthalben von einem Neuanfang in den deutsch-türkischen Beziehungen die Rede. Kein Wort des Außenministers zu den Zehntausenden, die in der Türkei ohne Anklage in Haft sind, u.a. weil sie die Unterstützung des IS durch die türkische Regierung aufgedeckt haben… In den letzten Monaten gab es einen Vielzahl von Waffenexportge-nehmigungen – wohl als Vorleistung für die Freilassung von Deniz Yükcel, auch wenn dies bestritten wird. Der hach ei-nem Jahr Haft mittlerweile freigelassene Welt-Journalist Dehiz Yükcel hat jedoch in einem dpa-Interview noch wäh-rend seiner Haft erklärt, dass er nicht aufgrund eines schmutzigen Deals, wie zB Waffenlieferungen an die Türkei als Gegenleistung, oder Auslieferung türkischer Oppositionel-ler an die Erdogan-Regierung, freigelassen werden will. Die türkische Armee setzt bei ihrer Offensive in Syrien auch deutsche Panzer ein. (spiegel.de 22-1-2018) Die türkischen Streitkräfte nutzen bei ihrer Offensive in der nordsy-rischen Region Afrin auch deutsche Panzer vom Typ Leopard 2 A4. Entsprechende Fotos wurden unter anderem von der staatli-chen türkischen Nachrichtenagentur Anadolu verbreitet. Die Türkei hatte in den Neunzigerjahren rund 400 Panzer vom Typ Leopard 1 und im Jahre 2009 noch einmal rund 350 Fahrzeuge vom Typ Leopard 2 aus Deutschland bekommen.
Während in Deutschland vermeintliche Gebietsverantwortli-che der kurdischen Arbeiterpartei PKK idR zu 3 bis 4 Jahren Haft verurteilt werden, obwohl sie keinerlei Straftat begangen haben – nur weil die PKK auf Wunsch der türkischen Regie-rung auf der sog. „Terrorliste“ steht – ist die Bundesregierung beim Terror der türkischen Erdogan-Regierung gegen die Bevölkerung in Nordsyrien lediglich „besorgt“, und fordert nicht etwa das Ende des völkerrechtswidrigen Angriffskriegs und der Bombardierungen. Sie ruft lediglich alle Seiten zur „Zurückhaltung“ auf und macht sich auch damit mitschuldig.
Die Reaktionen des Auswärtigen Amtes auf den Krieg der türkischen Regierung sind ein Skandal, zumal die Bundes-regierung durch die Lieferung von Leopard-Panzern und anderer Militärausrüstung für den Angriff mit verantwortlich ist.
Auch viele Medien und auch einzelne deutsche Regierungs-vertreter haben einfach den Sprachgebrauch und die „Deu-tungshoheit“ der türkischen Regierung übernommen. Das deutsche Außenministerium hat den Angriffskrieg des Erdo-gan Regimes gegen Rojava durch Nichtverhalten faktisch ge-billigt und legitimiert. Und das deutsche Innenministerium flankiert diesen Krieg, indem es als willfähriger Handlanger des Erdogan-Regimes Demonstrationen gegen den Angriffs-krieg des NATO-Partners verbietet, wie in Mannheim oder Hannover oder auflöst wie in Köln, und kriminalisiert die kur-dische Freiheitsbewegung und ihre Organisationen. Das Zeigen der Fahnen der YPG und der YPJ wird an vielen Or-ten ebenfalls verfolgt, konnte aber oft durchgesetzt werden.
Offensichtlich ist das Zeigen einer kleinen YPG-Fahne ein Straftat, die erbarmungslos verfolgt werden muss. Der Bom-benterror gegen die Bevölkerung und die Ermordung der Menschen in Nordsyrien aber für die deutsche Bundesregie-rung, wenn überhaupt, allenfalls „Grund zur Besorgnis“.
Um den schmutzigen „Flüchtlingsdeal“ mit der Türkei auf-rechtzuerhalten, schweigt die Bundesregierung in der Regel zu den zehntausenden inhaftierten Journalist_innen, Anwält_innen, Oppositionspolitiker_innen. „In Afrin wird nicht nur eine Stadt bombardiert, die Bomben der türkischen Armee sollen die Errungenschaften dieser Revolution vernichten. Das gesellschaftliche Projekt des Demokratischen Konföderalismus basiert auf den Prinzipien von Frauenbefreiung, Ökologie und einer radikalen Demo-kratie. (…) Schließt euch in euren Städten und Vierteln zu Internationalistischen Widerstandskomitees zur Verteidigung Afrins zusammen und baut breite Bündnisse über alle Gren-zen hinweg auf. So wie wir uns während Kobanê in flexiblen Solidaritätskomitees und Bündnissen zusammengefunden, haben müssen wir jetzt den gemeinsamen Widerstand auf diese Weise koordinieren.” http://navdem.com heißt es in einer Erklärung des größten kurdischen Dach-verbands in Deutschland NAV-DEM. Diesen Ausführungen schließen wir uns an.
Türkische Soldaten bereiten sich in der Provinz Hatay mit ihren Panzern des Typs Leopard 2A4 auf den Einsatz vor. (Foto: dpa) SZ
Im Krieg stirbt zuerst immer die Wahrheit: Der türkische Premierminister gab den Vertretern der türkischen Medien in einem heutigen Treffen in einem 15-Punkte umfassenden Papier be-kannt, wie sie über den Krieg in Afrin zu berichten haben. An dem hoch-rangigen Treffen nahmen auch der Vizekanzler Bekir Bozdağ, der Ver-teidigungsminister Nurettin Canikli, der AKP-Vizevorsitzende Mahir Ünal und der Staatssekretär Fuat Oktay teil. Im Folgenden veröffentlichen wir einen Auszug aus den 15 Punkte um-fassenden Vorgaben: – Im Vordergrund der Berichterstattung solle stehen, dass die Operation zum Schutz der Zivilbevölkerung stattfinde. – Man solle vorsichtig mit ausländischen Quellen umgehen, da sie Türkei feindliche Nachrichten verbreiten würden. – Bei der Verbreitung ausländischer Nachrichtenquellen solle stets das nationale Interesse im Vordergrund stehen. – Stets solle betont werden, dass die türkische Armee mit größter Vor-sicht in Bezug auf die Zivilbevölkerung vorgehe. – Nicht nur die PKK und PYD sollen als Ziel der Operation dargestellt werden. Auch der Islamische Staat solle als Operationsziel dargestellt werden. – In der Berichterstattung solle betont werden, dass sich türkische Sol-daten nicht in Lebensgefahr befänden. – Stets solle betont werden, dass die Operation mit türkischen Waffen durchgeführt werde. – Es sollen keine Aufnahmen verbreitet werden, die türkische Soldaten in Gefahr zeigen. – Es solle nicht über Proteste in der Türkei gegen die Angriffe auf Afrin berichtet werden. – Es solle allergrößte Vorsicht bei der Berichterstattung über getötete türkische Soldaten an den Tag gelegt werden. – Die ausländische Berichterstattung über die Afrin-Operation solle nicht übernommen werden. – Menschen, die sich negativ über die Operation äußern, sollen in den türkischen Medien kein Gehör finden. – Es sollen keine Nachrichten veröffentlicht werden, welche die PKK oder PYD bestärken könnten. – Die Medien sollen sich der Regierung und der von der AKP damit beauftragten Verantwortlichen Bekir Bozdağ und Mahir Ünal bedienen, um an Informationen über die Operation zu gelangen. Quelle: ANF, zitiert nach civaka-azad.org
Stoppt die Bombardierungen und den Angriffskrieg gegen die Bevölkerung in Afrin /Nordsyrien!
Verhindern wir die Lieferung von Waffen in die Türkei !
Die Bundesregierung muss Druck auf die türkische Regierung ausüben, den Krieg sofort zu beenden !
Wir fordern die sofortige Streichung der PKK von der Terrorliste und die Aufhebung der strafrechtlichen Verfolgung des Zeigens der Embleme und Fahnen der kurdischen Bewegung und der YPG / YPJ ! Aktuelle Infos der kurdischen Nachrichtenagentur: anfdeutsch.com
il Karlsruhe

]]>
http://ilkarlsruhe.blogsport.de/2018/03/14/haende-weg-von-afrin-solidaritaet-mit-rojava-kundgebung-do-15-3-2018-von-18-19-uhr-karlsruhe-kaiserstr-ecke-waldstrasse/feed/
Feminismus ist unsere Kraft – Solidarisch unsere Kampf- Veranstaltung zum Internationalen Frauentag am Donnerstag, 8. März, Gaststätte Walhalla, Augartenstraße 27, 76137 Karlsruhe, 19:30 Uhr (Einlass ab 19 Uhr) http://ilkarlsruhe.blogsport.de/2018/02/15/feminismus-ist-unsere-kraft-solidarisch-unsere-kampf-veranstaltung-zum-internationalen-frauentag-am-mittwoch-8-maerz-gaststaette-walhalla-augartenstrasse-27-76137-karlsruhe-1930-uhr-einlass-ab-19-uhr/ http://ilkarlsruhe.blogsport.de/2018/02/15/feminismus-ist-unsere-kraft-solidarisch-unsere-kampf-veranstaltung-zum-internationalen-frauentag-am-mittwoch-8-maerz-gaststaette-walhalla-augartenstrasse-27-76137-karlsruhe-1930-uhr-einlass-ab-19-uhr/#comments Thu, 15 Feb 2018 18:21:36 +0000 Administrator Allgemein Frauenkampf Internationale Solidarität http://ilkarlsruhe.blogsport.de/2018/02/15/feminismus-ist-unsere-kraft-solidarisch-unsere-kampf-veranstaltung-zum-internationalen-frauentag-am-mittwoch-8-maerz-gaststaette-walhalla-augartenstrasse-27-76137-karlsruhe-1930-uhr-einlass-ab-19-uhr/ Veranstaltet vom Frauenbündnis 8. März mit Unterstützung von:
DGB Nordbaden, Frauen aus ver.di, IG Metall und GEW, Frauen vom Kurdischen Gesellschaftszentrum Karlsruhe, Migrantinnenverein Karlsruhe e.V., Feministisches Kollektiv Karlsruhe e.V., DIE LINKE Karlsruhe, Interventionistische Linke (IL) Karlsruhe, laut*lila*links
NEIN zu Gewalt gegen Frauen – STOP violence against women – NO MAS violencia contra las mujeres
PROGRAMM:
★ “Weltreise zum feministischen Widerstand“
★ Gizem, internationale Frauenlieder
★ laut*lila*links – Kabarett & Songs
★ LIVEMUSIK – zum Tanzen – von vier Karlsruher Musikerinnen


Den sexistischen Normalzustand angreifen!

Ob in Lateinamerika, USA, Polen oder Indien – Frauen Was bedeutet uns der Internationale Frauentag?
weichen nicht mehr zurück, ducken sich nicht, bleiben nicht mehr leise und duldsam. In vielfältiger Weise
fassen sie neuen Mut und bringen ihren Protest gegen die patriarchalen und ausbeuterischen Verhältnisse an die Öffentlichkeit. Im Internet berichten zehntausende Frauen unter „Me Too“ (ich auch) oder „balance ton porc“ (verpfeif dein Schwein) über Erfahrungen mit sexistischer Anmache, Belästigung, Vergewaltigung.

„Die Nacht und die Straßen gehören auch uns – kein Übergriff darf ohne Antwort bleiben“ haben
Feministinnen in Madrid angekündigt. Unter dem Aufruf „Ni una menos“ (nicht noch eine) demonstrieren
in Argentinien immer wieder Zehntausende gegen Frauenmorde und Frauenfeindlichkeit. Die freiheitliche
kurdische Frauenbewegung spricht angesichts der Zunahme an Frauenmorden und Versklavung von
Frauen von Femizid. Sie kämpfen in Nordsyrien derzeit gegen die türkische Armee und deren
djihadistische Verbündete, um die in Rojava erreichten Errungenschaften – besonders für die Frauen
– zu verteidigen. In Indien haben sich Tausende von Frauen in Selbstverteidigungsgruppen organisiert. Im
pinkfarbenen Sari und mit pinkfarben angestrichenem Stock greifen sie ein, wenn Frauen Hilfe vor
häuslicher Gewalt suchen . An Protesten gegen die „Vergewaltigungskultur“ in Indien haben sich
hunderttausende Frauen aus allen gesellschaftlichen Bereichen beteiligt.
Auch in der BRD wird täglich mindestens eine Frau umgebracht, wurden 2016 offiziell fast 8.000 Fälle
schwerer sexueller Gewalt und Nötigung bekannt.

Frauenproteste sind mehr denn je eine treibende Kraft in sozialen Kämpfen und im Widerstand gegen undemokratische Verhältnisse. Wir Frauen wissen, dass Krieg, Krisen, neoliberale Wirtschaft und Politik unsere erkämpften Rechte angreifen. Und dass der Aufschwung rechter, nationalistischer und reaktionärer Bewegungen in Verbindung mit religiösem Fundamentalismus zu einer neuen Heftigkeit der Angriffe führt.
Über große Entfernungen hinweg entsteht feministische Solidarität, werden Perspektiven deutlich. In einem Antwortbrief an die kurdische Frauenbewegung (KJK) schreiben Frauen der zapatistischen Bewegung in Mexiko: „Der Kampf jeder Frau – wo immer auf der Welt, zu welcher Zeit auch immer sie kämpft und rebelliert, neue Wege des Zusammenlebens zu schaffen versucht – ist angesichts dieses patriarchalen kapitalistischen Systems, das uns unterdrückt, ein würdiger Schritt, der uns vereinen sollte. Nur im Zusammenbringen der antikapitalistischen und antipatriarchalen Kämpfe weltweit und wenn wir
uns organisieren und sprechen können, werden wir letztlich erfolgreich sein.“
… damit wir Freiheit leben können!

Notwendig ist die Bereitschaft von uns allen, uns zu widersetzen, nicht wegzuschauen, in allen
Lebensbereichen neue Formen der Solidarität und gegenseitiger Verantwortlichkeit zu praktizieren. Lasst
uns eine kämpferische gemeinsame feministische Front aufbauen. Lasst uns wie es die Frauen der kurdischen Freiheitsbewegung vorgeschlagen haben, das 21. Jahrhundert zum Jahrhundert der Frauenbefreiung machen.

Was bedeutet uns der Internationale Frauentag?
Es wird sich von selbst nichts ändern! In diesem Bewusstsein riefen die Teilnehmerinnen der II.
Internationalen Sozialistischen Frauenkonferenz 1910 in Kopenhagen den Internationalen Frauentag ins
Leben. In den Jahren zuvor hatten Tausende Tabak und Textilarbeiterinnen in den USA monatelang für
höhere Löhne und kürzere Arbeitszeiten gestreikt. Viele wurden verhaftet und kamen ins Gefängnis.
Während dieser Frauenstreiks entstand die Idee eines gemeinsamen jährlichen Kampftages zur Durchsetzung von Frauenforderungen. Die Idee des Internationalen Frauentages breitete sich aus.
Der Internationale Frauentag steht politisch in der Tradition gemeinsamer Kämpfe für eine Welt ohne
Ausbeutung, Unterdrückung und Krieg. Die Befreiung der Frauen – nicht Gleichheit in der Ungleichheit -
war das Ziel. Dem schließen wir uns an. Deshalb ist Feminismus ohne Kapitalismuskritik für uns undenkbar. Kampf um Emanzipation und Frauenrechte hier darf nicht auf Kosten der Frauen in anderen Teilen der Welt erfolgen. Frauenarmut, Gewalt gegen Frauen und Frauenhandel, geschlechtsspezifische Arbeitsteilung sind nach wie vor zentrale frauenpolitische Themen.
Viele Frauen in aller Welt setzen sich mit ihrem Herzen, ihrem Verstand, ihrem Mut und oft auch mit
ihrem Leben für emanzipatorische Veränderungen ein, kämpfen gegen Patriarchat und die Auswirkungen
neoliberaler kapitalistischer Politik gleichermaßen. Mit ihnen fühlen wir uns verbunden, ihnen gilt unsere
Solidarität, mit ihnen suchen wir nach kollektiven Lösungen und neuen Welten.
Am Internationalen Frauentag machen wir deutlich, dass der Kampf für ein selbstbestimmtes Leben immer
noch auf der Tagesordnung steht. Nicht nur am 8.März, sondern 365 Tage im Jahr.

]]>
http://ilkarlsruhe.blogsport.de/2018/02/15/feminismus-ist-unsere-kraft-solidarisch-unsere-kampf-veranstaltung-zum-internationalen-frauentag-am-mittwoch-8-maerz-gaststaette-walhalla-augartenstrasse-27-76137-karlsruhe-1930-uhr-einlass-ab-19-uhr/feed/
Das Schweigen durchbrechen – den Widerstand stärken! Kommt zum Block „Hände weg von Afrin – Solidarität mit Rojava“ auf der Münchner „Siko“-Demonstration am 17.02.2018 um 13 Uhr auf dem Karlsplatz/Stachus http://ilkarlsruhe.blogsport.de/2018/02/15/das-schweigen-durchbrechen-den-widerstand-staerken-kommt-zum-block-haende-weg-von-afrin-solidaritaet-mit-rojava-auf-der-muenchner-siko-demonstration-am-17-02-2018-um-13-uhr-auf-dem-karlsplatzstachus-a/ http://ilkarlsruhe.blogsport.de/2018/02/15/das-schweigen-durchbrechen-den-widerstand-staerken-kommt-zum-block-haende-weg-von-afrin-solidaritaet-mit-rojava-auf-der-muenchner-siko-demonstration-am-17-02-2018-um-13-uhr-auf-dem-karlsplatzstachus-a/#comments Thu, 15 Feb 2018 18:10:59 +0000 Administrator Allgemein Internationale Solidarität Antirassismus Antimilitarismus http://ilkarlsruhe.blogsport.de/2018/02/15/das-schweigen-durchbrechen-den-widerstand-staerken-kommt-zum-block-haende-weg-von-afrin-solidaritaet-mit-rojava-auf-der-muenchner-siko-demonstration-am-17-02-2018-um-13-uhr-auf-dem-karlsplatzstachus-a/ Abfahrt in Karlsruhe: Kontakt: il-karlsruhe(at)riseup.net
Auf der Münchner „Sicherheitskonferenz“ setzen Regierungsvertreter_innen, Rüstungsfirmen, Kriegsminister_innen, Lobbyist_innen, Unternehmen und Militärs seit mehr als 50 Jahren die schon längst beschlossenen Kriegsvorhaben um und inszenieren sie als adhoc Ergebnisse gemeinsamer Diskurse. Es sind auch die Vertreter_innen, die offen oder hinter den Kulissen den Angriffskrieg der türkischen AKP-Regierung gegen die Demokratische Föderation Nordsyrien (Rojava) vorantreiben oder stillschweigend hinnehmen.
Sofortige Streichung der PKK von der Terrorliste, keine Kriminalisierung der Embleme und Fahnen der kurdischen Bewegung und der YPG / YPJ !
Stoppt die Bombardierungen und den Angriffskrieg gegen die Bevölkerung in Afrîn /Nordsyrien! Keine Deals mit Erdogan! Rüstungsexporte stoppen – Afrîn verteidigen!
Das Schweigen durchbrechen – den Widerstand stärken!
Kommt zum Block „Hände weg von Afrin – Solidarität mit Rojava“ auf der Münchner „Siko“-Demonstration am 17.02.2018 um 13Uhr auf dem Karlsplatz/Stachus

Die Münchner „Sicherheitskonferenz“ verkörpert seit über 50 Jahren das hochrangigste Forum seiner Art. Es steht für die Ab- und Einstimmung und auch Austragung von Widersprüchen imperialistischer Politik. Auf der Suche nach Unterstützung und der Schmiedung von Koalitionen, setzen Regierungsvertreter_innen, Rüstungsfirmen, Kriegsminister_innen, Lobbyist_innen, Unternehmen und Militärs die schon längst beschlossenen Kriegsvorhaben um und inszenieren sie als adhoc Ergebnisse gemeinsamer Diskurse. Es sind die Vertreter_innen, die offen oder hinter den Kulissen den Angriffskrieg der türkischen AKP-Regierung gegen die Demokratische Föderation Nordsyrien (Rojava) vorantreiben oder stillschweigend hinnehmen.
Solidarität mit Rojava
Seit dem 19.01.2018 greift das türkische Militär mit Artillerie und Luftwaffe den Kanton Afrîn an. Die türkische Armee arbeitet dabei mit ca. 25.000 Al-Qaida-, Al-Nusra- und IS-Terroristen zusammen. Auch vom Einsatz von Napalm- und Streubomben durch die Angreifer wird berichtet.
Die Besatzer greifen gezielt Moscheen, Kirchen, Gesundheitszentren, Schulen und Infrastruktur an. Bisher wurden mehrere hundert Zivilisten, darunter überwiegend Kinder und Frauen, getötet oder verletzt. Afrîn war eine der letzten Regionen in Syrien, die in fast 7 Jahren Krieg kaum zerstört wurde und die 300.000 Menschen, die vor dem Krieg flohen, Zuflucht geboten hat.
In Zusammenarbeit mit islamistischen Söldnertruppen soll ausradiert werden, was dort und in den anderen Kantonen Rojavas als ein politisches System demokratischer Selbstverwaltung entstand. Die Bevölkerung organisiert sich in eigenen Versammlungen und Räten, um ihr Leben über z.B. ethnische und religiöse Unterschiede hinweg gemeinsam zu gestalten. Die Frauen spielen dabei eine zentrale Rolle: Sie organisieren sich in allen Bereichen eigenständig und sind maßgeblich an der Gestaltung des Gemeinwesens beteiligt.
Die Selbstverteidigungskräfte der multiethnischen Bevölkerung – YPG/YPJ leisten währenddessen erbitterten Widerstand und versuchen unter größter Opferbereitschaft den Vormarsch der Invasoren abzuwehren. Es sind jene Verteidigungskräfte, die eine wesentliche Rolle in der Bekämpfung des sogenannten „Islamischen Staates“ und der Befreiung vieler Städte und Dörfer vor seiner Schreckensherrschaft gespielt haben.
Afrîn – Spielball der Großmächte
Die Russische Regierung und auch die US-Regierung verfolgen in Syrien ihre eigenen strategischen Ziele. Ein Angriff der Türkischen Armee in dieser Form war wohl nur möglich, wenn diese ihre Zurückhaltung im Vorhinein signalisiert habe. Dabei hat das Erdogan-Regime vor dem Angriff verlautbaren lassen, den Krieg nicht auf den Kanton Afrin beschränken zu wollen, sondern Rojava bis hin zur irakischen Grenze vollständig zu vernichten.
Die Deutsche Bundesregierung im Kalkül einer Kriegspartei
Die türkischen Streitkräfte nutzen bei ihrer Offensive in der nordsyrischen Region Afrîn, wie schon bei der Zerstörung kurdischer Städte in der Türkei, auch von Deutschland gelieferte Waffen und Panzer vom Typ Leopard II. Zwar musste die deutsche Bundesregierung zumindest kurzzeitig aufgrund des öffentlichen Drucks das weitere Nachrüstungsersuchen der Türkischen Regierung für die Panzer kurzfristig aussetzen. Doch die Kriegsbeziehungen zwischen Deutschland und der Türkei gehen trotz des Angriffskrieges weiter. Seit dem Treffen des türkischen Außenministers Cavusoglu mit dem deutschen Außenminister Gabriel (SPD) anfang Januar ist allenthalben von einem Neuanfang in den deutsch-türkischen Beziehungen die Rede. Kein Wort des Außenministers zu den Zehntausenden, die in der Türkei ohne Anklage in Haft sind, u.a. weil sie die Unterstützung des IS durch die türkische Regierung aufgedeckt haben. Während in Deutschland vermeintliche Gebietsverantwortliche der kurdischen Arbeiterpartei PKK in der Regel zu 3 bis 4 Jahren Haft verurteilt werden, nur weil die PKK auf Wunsch der türkischen Regierung auf der sogenannten „Terrorliste“ steht, ist die Bundesregierung beim Terror der türkischen Erdogan-Regierung gegen die Bevölkerung in Nordsyrien lediglich „besorgt“ und fordert nicht etwa das Ende des völkerrechtswidrigen Angriffskriegs und der Bombardierungen, sondern ruft lediglich alle Seiten zur „Zurückhaltung“ auf und macht sich auch damit mitschuldig.
Im Inneren flankierte das Deutsche Innenministerium zunächst den Krieg, indem es im vorauseilenden Gehorsam für das Erdogan-Regime das Zeigen der Fahnen der YPG und der YPJ faktisch unter Strafe gestellt hat und die kurdische Freiheitsbewegung damit versuchte zu kriminalisieren. Jedoch zeigen unsere vielen Proteste und Solidaritätsbekundungen in den letzten Wochen, dass an der ein oder anderen Stelle die knallharte Linie der Repressionsbehörden bröckelt und erste Freiräume erkämpft werden.
Insgesamt also schweigt die Bundesregierung, um den schmutzigen „Flüchtlingsdeal“ mit der Türkei nicht zu gefährden. Sie schweigt zu den zehntausenden inhaftierten Journalist_innen, Anwält_innen und Oppositionspolitiker_innen.
Ein Angriff auf Afrîn ist ein Angriff auf uns!
Nicht nur in der Türkei werden Menschen, wie zuletzt die Ärztevereinigung, die den Angriffskrieg der türkischen Regierung kritisiert, wegen „Terror-Propaganda“ verhaftet und ihre Versammlungen aufgelöst.
Auch in Deutschland wurde eine Solidaritätsdemo am 27. Januar 2018 mit über 20.000 Menschen in Köln aufgelöst und in Städten wie Mannheim Demonstrationsverbote zum Thema Angriffskrieg gegen Afrîn verfügt. Freiheitskämpfe aber lassen sich nicht verbieten! Es ist die nahezu bedingungslose politische Rückendeckung aus Berlin, die Ankara ermutigt hat, diesen Angriff auf Afrîn zu beginnen. Die BRD ist faktisch eine Kriegspartei in Afrin und unterstützt den Angriffskrieg nicht nur durch Waffenlieferungen und Rüstungszusammenarbeit, sondern auch durch die Kriminalisierung von kurdischen und türkischen Linken in der BRD und politische Diskreditierung der Revolution in Rojava. Die Bundesregierung folgt keiner »falschen Politik«, sondern den Interessen des deutschen Kapitals und handelt danach! Daher ist Widerstand gegen diese Politik nicht nur ein Gebot der Solidarität mit Afrîn und den demokratischen Kräften in der Türkei, sondern eine Notwendigkeit im ureigenen Interesse.
Der Angriff auf Afrîn ist auch ein Angriff patriarchaler Kräfte auf jene Frauen, die sich ihnen nicht länger unterwerfen! Ein Angriff auf Frauen, die ihren Willen zur Freiheit und den Glauben an sich selbst wieder gefunden haben.
Die wirkliche Gefahr, die von Afrîn ausgeht, ist die, dass dort Menschen ihrem Traum von einem freien Leben in Würde folgen! Der Angriff auf Afrîn ist deshalb auch ein Angriff auf unsere Träume und Hoffnungen. Der Kampf gegen den Angriff auf Afrîn ist auch unser Kampf! Darum lasst uns alle gemeinsam wie die Menschen in Afrîn aufstehen und das scheinbar Unmögliche wagen! Unser gemeinsames Ziel – Kampf für eine neue Gesellschaft – Unsere Waffe heißt Solidarität!
Wir fordern die sofortige Streichung der PKK von der Terrorliste – keine Kriminalisierung der Embleme und Fahnen der kurdischen Bewegung und der YPG / YPJ!
Stoppt die Bombardierungen und den Angriffskrieg gegen die Bevölkerung in Afrîn /Nordsyrien!
Keine Deals mit Erdogan! Rüstungsexporte stoppen – Afrîn verteidigen!

]]>
http://ilkarlsruhe.blogsport.de/2018/02/15/das-schweigen-durchbrechen-den-widerstand-staerken-kommt-zum-block-haende-weg-von-afrin-solidaritaet-mit-rojava-auf-der-muenchner-siko-demonstration-am-17-02-2018-um-13-uhr-auf-dem-karlsplatzstachus-a/feed/
Stoppt den Angriffskrieg der türkischen AKP-Regierung gegen die Demokratische Föderation Nordsyrien (Rojava) Stoppt den Bombenterror gegen die Bevölkerung in Afrin / Nordsyrien! Solidarität mit Rojava! http://ilkarlsruhe.blogsport.de/2018/01/22/stoppt-den-angriffskrieg-der-tuerkischen-akp-regierung-gegen-die-demokratische-foederation-nordsyrien-rojava-stoppt-den-bombenterror-gegen-die-bevoelkerung-in-afrin-nordsyrien-solidaritaet-mit-rojava/ http://ilkarlsruhe.blogsport.de/2018/01/22/stoppt-den-angriffskrieg-der-tuerkischen-akp-regierung-gegen-die-demokratische-foederation-nordsyrien-rojava-stoppt-den-bombenterror-gegen-die-bevoelkerung-in-afrin-nordsyrien-solidaritaet-mit-rojava/#comments Mon, 22 Jan 2018 21:22:43 +0000 Administrator Allgemein Soziale Kämpfe Internationale Solidarität Antimilitarismus http://ilkarlsruhe.blogsport.de/2018/01/22/stoppt-den-angriffskrieg-der-tuerkischen-akp-regierung-gegen-die-demokratische-foederation-nordsyrien-rojava-stoppt-den-bombenterror-gegen-die-bevoelkerung-in-afrin-nordsyrien-solidaritaet-mit-rojava/ Kommt zur Protestaktion am Mittwoch, den 24. Januar 2018
Auftaktkundgebung in Karlsruhe – Ludwigsplatz um 17.00 Uhr

Seit dem 19.01.2018 bombardiert die türkische AKP-Regierung mit Artillerie und Luftwaffe die Bevölkerung im Kanton Efrin in Nordsyrien. Afrin war eine der letzten Regionen in Syrien, die fast 7 Jahre vom Krieg verschont blieb, und die vielen Menschen, die vor dem Krieg geflohen sind, Zuflucht geboten hat.
In Zusammenarbeit mit islamistischen Söldnertruppen will die Erdogan-Regierung ausradieren, was dort und in den anderen Kantonen Rojavas als ein politisches System demokratischer Selbstverwaltung entstand. Die Bevölkerung organisiert sich in eigenen Versammlungen und Räten, um ihr Leben über z.B. ethnische und religiöse Unterschiede hinweg gemeinsam zu gestalten. Die Frauen spielen dabei eine zentrale Rolle: Sie organisieren sich in allen Bereichen eigenständig und sind maßgeblich an der Gestaltung des Gemeinwesens beteiligt. Die kurdischen Selbstverteidigungskräfte haben auch eine wesentliche Rolle in der Bekämpfung des IS und der Befreiung vieler Städte und Dörfer vor seiner Schreckenherrschaft gespielt.

Im Norden Afrins finden zur Zeit schwerste Gefechte zwischen den Selbstverteidigungseinheiten der multiethnischen Bevölkerung und der türkischen Armee und den Islamisten statt. Die Kräfte der YPG/YPJ leisten erbitterten Widerstand und versuchen unter größter Opferbereitschaft den Vormarsch der Invasoren abzuwehren. Erdogan hat angekündigt, dass die Besatzung Afrins nur der erste Schritt in einem umfassenden Vernichtungsfeldzug gegen ganz Rojava und die gesamte Demokratische Föderation Nordsyrien sein soll.

Die im Parlament vertretene prokurdische HDP rief zu Solidarität mit Afrîn auf. Erdoğan konterte mit einer Warnung an die Kurden in der Türkei, „der Nation nicht in den Rücken zu fallen“. Wer protestiere, werde gestellt: „Ihr werdet auf Schritt und Tritt verfolgt.“ Laut dem Innenministerium gab es bereits zwei Dutzend Festnahmen wegen „Terror-Propaganda“ im Zusammenhang mit dem Einsatz in Afrîn; oppositionelle Websites melden, dass Personen festgenommen wurden, die den Einmarsch in den sozialen Netzwerken kritisiert hatten, unter ihnen HDP-Politiker. Eine Pressekonferenz der HD P in Diyarbakir wurde von Paramilitärs aufgelöst.

Die türkischen Streitkräfte werden nach den Worten von Präsident Recep Tayyip Erdogan die kurdische YPG-Miliz in Syrien vernichten. Deren Kämpfer könnten sich nicht auf die Hilfe der USA verlassen, um die Türkei zu besiegen. Die Kurdenorganisationen YPG, PKK und PYD würden fertiggemacht, bis nichts mehr von ihnen übrig sei.

Der türkische Staatspräsident Erdoğan sprach auf einem regionalen Kongress seiner Partei in Bursa über die Militärintervention seiner Armee in Afrin. Neben Erklärungen zu den Angriffen auf Afrin, drohte er auch der HDP, die sich gegen die Besatzung in Afrin stellt. So erklärte Erdoğan: „Ich habe gehört, dass die KCK und HDP die Menschen auf die Straßen lädt. Ihr werdet momentan Schritt für Schritt verfolgt. Ey HDP, ey KCK, ey PKK wisset, dass wenn ihr auf die Straßen geht, unsere Sicherheitskräfte euch auf dem Fersen sind. Wir wollen eine Operation gegen diejenigen, die unser Land angreifen, durchführen. Und währenddessen wollt ihr uns etwa von innen schlagen?“ Quelle: Mezopotamya Ajansı (MA)

Kurz vor der Intervention der türkischen Armee in Afrin, hat der türkische Staat die Internet- und Mobiltelefonverbindungen in der Region kappen lassen. Die Bewohner Afrins befürchten, dass die Türkei damit beabsichtige, die Veröffentlichung von Massakern an Zivilisten durch das türkische Militär zu unterbinden. Quelle: ANHA

Das türkische Religionsministerium Diyanet, dessen Teil auch die in Deutschland operierende DITIB ist, gab den Befehl aus, dass mit dem Beginn der Operationen auf Efrîn in allen Moscheen die als Eroberungssure bekannte Feth Sure verlesen wird. Darin ist von Krieg, Eroberung und Beute an den Ungläubigen die Rede.

Der Direktor der türkischen Religionsbehörde Prof. Dr. Ali Erbaş predigte dazu in der Haci Bayram: „Mein Gott, sorge für die Sicherheit unseres Vaterlandes, für die Ruhe unserer Nation und lass im Sinne von Frieden und Wohlstand die von unseren heldenhaften Sicherheitskräften und mutigen Soldaten begonnene Operation erfolgreich sein. Und hilf unserem glorreichen Heer mit deiner göttlichen Kraft.“ Quelle: ANF

Protest der Bundesregierung? – Fehlanzeige !

Vor 2 Wochen erst hat der türkische Außenminister Cavusoglu den deutschen Außenminister Gabriel getroffen. Seitdem ist allenthalben von einem Neuanfang in den deutsch-türkischen Beziehungen die Rede. Die Wiederaufnahme deutscher Waffenlieferungen an die Türkei steht unmittelbar bevor. Nur die Inhaftierung des Journalisten Deniz Yükcel sei noch ein Hindernis. Diesem wird absurderweise vorgeworfen, er habe die PKK und die Gülen-bewegung unterstützt….Ein Kommentar erübrigt sich.

Kein Wort deds Außenministers zu den Zehntausenden, die in der Türkei ohne Anklage inn Haft sind ! Aus aktuelle Veröffentlichungen der türkischen Regierung geht hervor, dass sie den völkerrechtswidrigen Angriffskrieg in Afrin u.a. mit deutschen Panzern Leopard 2 führt. Diese soll die Bundesregierung jetzt sogar noch modernisieren !

Während in Deutschland vermeintliche Gebietsverantwortliche der kurdischen Arbeiterpartei PKK idR zu 3 bis 4 Jahren Haft verurteilt werden, obwohl sie keinerlei Straftat begangen haben – nur weil die PKK auf Wunsch der türkischen Regierung auf der sog. „Terrorliste“ steht – ist die Bundesregierung beim Terror der türkischen Erdogan-Regierung gegen die Bevölkerung in Nordsyrien lediglich „besorgt“, und fordert nicht etwa das Ende des völkerrechtswidrigen Angriffskriegs und der Bombardierungen. Sie ruft lediglich alle Seiten zur „Zurückhaltung“ auf und macht sich auch damit mitschuldig. Auch viele Medien haben einfach den Sprachgebrauch der türkischen Regierung übernommen und bezeichnen die Volksverteidigungskräte der Demokratischen Föderation Nordsyrien / Rojava als Ableger der PKK. Die Reaktionen des auswärtigen Amtes auf den Krieg der türkischen Regierung sind ein Skandal, zumal die Bundesregierung durch die Lieferung von Leopard-Panzern und anderer Militärausrüstung für den Angriff mit verantwortlich ist.

Wieder besseren Wissens haben einzelne deutsche Regierungsvertreter den Angriff auf den Kanton Afrin zum Angriff auf den Islamischen Staat und die Al-Nusra Front (Al Kaida-Ableger) uminterpretiert. Damit hat das Außenministerium den Krieg des Erdogan Regimes gegen Rojava bereits im Vorhinein gebilligt und legitimiert. Und das deutsche Innenministerium flankiert diesen Krieg, indem es als willfähriger Handlagenger des Erdoganregimes das Zeigen der Fahnen der YPG und der YPJ unter Strafe stellt.

Offensichtlich ist das Zeigen einer kleinen YPG-Fahne ein Straftat, die erbarmungslos verfogt werden muss. Der Bombenterror gegen die Bevölkerung und die Ermordung der Menschen in Nordsyrien aber für die deutsche Bundesregierung, wenn überhaupt, allenfalls „Grund zur Besorgnis“.

Um den schmutzigen „Flüchtlingsdeal“ mit der Türkei aufrechtzuerhalten, schweigt die Bundesregierung in der Regel zu den zehntausenden inhaftierten Journalist_innen, Anwält_innen, Oppositionspolitiker_innen.

Der fast seit einem Jahr inhaftierte Welt-Journalist Dehiz Yükzel hat kürzlich in einem dpa-Interview erklärt, dass er nicht aufgrund einen schmutzigen Deals , wie zB Waffenlieferungen an die Türkei als Gegenleistung oder Auslöieferung türkischer Oppositioneller an die Erdogan-Regierung freigelassen werden will.

Stoppt die Bombardierungen und den Angriffskrieg gegen die Bevölkerung in Afrin / Nordsyrien !
Verhindern wir die Lieferung von Waffen in die Türkei !
Die Bundesregierung muss Druck auf die Türkische Regierung ausüben, den Krieg sofort zu beenden !
Wir fordern die sofortige Streichung der PKK von der Terrorliste und die Aufhebung des Verbots der Embleme und Fahnen der kurdischen Bewegung und der YPG / YPJ !

xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx

„In Afrin wird nicht nur eine Stadt bombardiert, die Bomben der türkischen Armee sollen die Errungenschaften dieser Revolution vernichten. Das gesellschaftliche Projekt des Demokratischen Konföderalismus basiert auf den Prinzipien von Frauenbefreiung, Ökologie und einer radikalen Demokratie. (…) Schließt euch in euren Städten und Vierteln zu Internationalistischen Widerstandskomitees zur Verteidigung Afrins zusammen und baut breite Bündnisse über alle Grenzen hinweg auf. So wie wir uns während Kobanê in flexiblen Solidaritätskomitees und Bündnissen zusammengefunden, haben müssen wir jetzt den gemeinsamen Widerstand auf diese Weise koordinieren.”, heißt es in der Erklärung des größten kurdischen Dachverbands in Deutschland NAV-DEM.
http://navdem.com/den-widerstand-gegen-die-tuerkischen-besatzungsversuche-in-afrin-organisieren/

xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx

Im Krieg stirbt zuerst immer die Wahrheit: Türkischer Premieminister Yildirim schreibt türkischen Medien Inhalte der Berichterstattung vor

Der türkische Premierminister gab den Vertretern der türkischen Medien in einem heutigen Treffen in einem 15-Punkte umfassenden Papier bekannt, wie sie über den Krieg in Afrin zu berichten haben. An dem hochrangigen Treffen nahmen auch der Vizekanzler Bekir Bozdağ, der Verteidigungsminister Nurettin Canikli, der AKP-Vizevorsitzende Mahir Ünal und der Staatssekretär Fuat Oktay teil.
Im Folgenden veröffentlichen wir einen Auszug aus den 15 Punkte umfassenden Vorgaben:

Im Vordergrund der Berichterstattung solle stehen, dass die Operation zum Schutz der Zivilbevölkerung stattfinde.
Man solle vorsichtig mit ausländischen Quellen umgehen, da sie Türkei feindliche Nachrichten verbreiten würden.
Bei der Verbreitung ausländischer Nachrichtenquellen solle stets das nationale Interesse im Vordergrund stehen.
Stets solle betont werden, dass die türkische Armee mit größter Vorsicht in Bezug auf die Zivilbevölkerung vorgehe.
Nicht nur die PKK und PYD sollen als Ziel der Operation dargestellt werden. Auch der Islamische Staat solle als Operationsziel dargestellt werden.
In der Berichterstattung solle betont werden, dass sich türkische Soldaten nicht in Lebensgefahr befänden.
Stets solle betont werden, dass die Operation mit türkischen Waffen durchgeführt werde.
Es sollen keine Aufnahmen verbreitet werden, die türkische Soldaten in Gefahr zeigen.
Es solle nicht über Proteste in der Türkei gegen die Angriffe auf Afrin berichtet werden.
Es solle allergrößte Vorsicht bei der Berichterstattung über getötete türkische Soldaten an den Tag gelegt werden.
Die ausländische Berichterstattung über die Afrin-Operation solle nicht übernommen werden.
Menschen, die sich negativ über die Operation äußern, sollen in den türkischen Medien kein Gehör finden.
Es sollen keine Nachrichten veröffentlicht werden, welche die PKK oder PYD bestärken könnten.
Die Medien sollen sich der Regierung und der von der AKP damit beauftragten Verantwortlichen Bekir Bozdağ und Mahir Ünal bedienen, um an Informationen über die Operation zu gelangen.

Quelle: ANF, zitiert nach civaka-azad.org

xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx

Im September 2014 haben wir zusammen mit der Vereinigung der Studierenden aus Kurdistan (YXK) die Kampagne „Solidarität mit Rojava – Wann wenn nicht jetzt – Wer wenn nicht wir“ begonnen.
Damals standen die Truppen des Islamischen Staates mitten in der Stadt Kobane. Es schien nur noch eine Frage von Wochen oder Tagen zu sein, bis dieses Symbol des Kampfes um Befreiung fallen würde.
Den imperialistischen Staaten, allen voran den USA, galt Kobane damals als strategisch bedeutungslos.
Doch eine weltweite Kampagne der Solidarität führte zum Eingreifen der internationalen Koalition gegen des IS. Kobane konnte verteidigt werden. Das Leben und der Kampf der Commune Rojava begann.
Wir wissen also – es geht. Internationale Solidarität kann Berge versetzen.
Und mit diesem Wissen rufen wir all unsere Genossinnen und Freundinnen auf:
Beteiligt euch an den Protesten gegen den Angriff der Türkei auf Efrin.
Es lebe die Commune von Rojava. Hoch die internationale Solidarität

xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx

]]>
http://ilkarlsruhe.blogsport.de/2018/01/22/stoppt-den-angriffskrieg-der-tuerkischen-akp-regierung-gegen-die-demokratische-foederation-nordsyrien-rojava-stoppt-den-bombenterror-gegen-die-bevoelkerung-in-afrin-nordsyrien-solidaritaet-mit-rojava/feed/
Grenzregime töten! Globale Bewegungsfreiheit und ein gutes Leben für Alle http://ilkarlsruhe.blogsport.de/2018/01/20/grenzregime-toeten-globale-bewegungsfreiheit-und-ein-gutes-leben-fuer-alle/ http://ilkarlsruhe.blogsport.de/2018/01/20/grenzregime-toeten-globale-bewegungsfreiheit-und-ein-gutes-leben-fuer-alle/#comments Fri, 19 Jan 2018 23:00:00 +0000 Administrator Allgemein Internationale Solidarität Antirassismus http://ilkarlsruhe.blogsport.de/2018/01/20/grenzregime-toeten-globale-bewegungsfreiheit-und-ein-gutes-leben-fuer-alle/ Auf der Innenministerkonferenz im Dezem-ber 2017 wurde die Umsetzung eines wichtigen Punkts des AFD-Programms diskutiert: Möglichkeiten der Abschiebung von Geflüchteten nach Syrien! Allein die Tatsache, dass so etwas überhaupt in Erwägung gezogen wird ist bereits ein Skandal!
Bereits seit Dezember 2016 finden trotz breiten Protesten Sammelabschiebungen nach Afghanistan statt, obwohl sich dort die Sicher-heitslage dramatisch verschärft hat. Abge-schoben wurden selbst langjährig Geduldete, die bereits seit vielen Jahren in Deutschland leben und arbeiten, und sogar Kranke und aufgrund der Fluchtgeschichte Traumatisierte. Diese Vorgehensweise soll signalisieren, dass alle Geflüchteten wieder überall hin abgeschoben werden können – selbst in Kriegsgebiete.
Die Bundesregierung erhöht darüber hinaus den (finanziellen) Druck auf Her¬kunfts- und Transitländer, die Grenzen zu schlie¬ßen: „Rücknahme-Abkommen“, wie am 2.10.2016 mit Afghanistan, oder mit der türkischen Regie¬rung, sind mit weiteren Ländern geplant.
Die verschärfte Abschiebepraxis ist nur der deutlichste Ausdruck der aktuellen Asylpolitik, die nichts anderes ist als organisierte Un-menschlichkeit.
Grenzen überwinden
Im „Sommer der MIgration“ 2015 wurden Zäu-ne niedergerissen, Grenzen überwunden und die Mauern der Festung Europa vorüber-gehend durchlöchert. Die Medien sprachen damals von einer Flüchtlingskrise. In Wirklich-keit handelte es sich jedoch um eine selbst-gemachte Krise der Infrastruktur in einem der reichsten Länder der Welt, die in den vergan-genen Jahren durch die neoliberalen Politik kaputtgespart wurde.
Staatliche Stellen konnten oder wollten ihren sozialen Aufgaben nicht mehr ausreichend nachkommen. Bereits seit vielen Jahren gibt es in Deutschland zB. keinen ausreichenden bezahlbaren Wohnraum. In vielen Bereichen der Daseinsfürsorge hat sich der Staat bereits aus der Verantwortung geschlichen und origi-näre gesellschaftliche Aufgaben privatisiert.
Die in dieser Situation einsetzende Hilfsbereit-schaft der Bevölkerung war wichtig und unver-zichtbar. Die Bundesregierung instrumentali-sierte die Einsatz¬bereitschaft von freiwilligen Hel¬fer*innen jedoch, in¬dem sie eine „deutsche Willkommenskultur“ feierte, die Hilfsbereit-schaft in die eigene Strategie der Un¬terversor-gung und repressive Flüchtlingspolitik ein-gebunden hat.
Zum selben Zeitpunkt wurden Verbesserungen im Bereich der Asylpolitik, die in den letzten Jahren hart erkämpft wurden, systematisch zunichte gemacht. Die menschenver¬achtende Politik der Abschre¬ckung und Ausgren¬zung wurde fortgesetzt. Verschärfungen in den Asylgesetzen, durch das Integrationsgesetz, mit der Ausweitung der „sicheren Herkunfts-staaten“ und durch den EU-Türkei-Deal zu Lasten der Geflüchte¬ten, konnten fast ohne Widerstand im Eiltempo durchge¬setzt werden.

Krieg gegen Flüchtlinge?
Mit der Grenzschutzorganisation Frontex wer-den Flüchtende gezielt an den Grenzen abge-wehrt, an der Einreise gehindert. Die Grenzen der Festung Europa werden mit Flugzeugen, Drohnen und Kriegsschiffen überwacht. Zehn-tausende von Toten sind die Folge dieser Poli-tik, die offensichtlich bewusst in Kauf ge-nommen werden.
Die Bundesregierung will erreichen, dass Flüchtende gar nicht erst nach Deutschland kommen. Sie sollen bereits an den Außen-grenzen der EU abgefangen und ggfls. inter-niert werden.
Dazu werden an Diktaturen Grenzsicherungs-anla¬gen geliefert, damit sie auch in Afrika im-mer mehr besser gesicherte Grenzen für die Menschen er¬richten. Wer Geflüchtete in men-schenunwürdige Internierungslager wie in Li-byen sperrt, wird sogar noch finanziell belohnt! Sklavenähnliche Verhält¬nisse wie in Libyen und Angriffe, der u.A. von Deutschland ausge-bildeten und ausgerüsteten liby¬schen Küsten-wache, werden kaum kritisiert.

Fähren statt Frontex !
Offiziell mehr als 40000 und inoffiziell über 90000 Menschen sind in den letzten Jahren aufgrund der Flüchtlings¬abwehr der EU im Mit-telmeer ertrunken.
Die militärische Flüchtlingsabwehr hält nie-mand von der Flucht ab, ist aber verantwortlich für un¬zählige Tote! Die Erschwerung des Fa¬miliennach¬zugs für anerkannte Ge¬flüchtete wird noch zu viel mehr Toten, da sich die Angehörigen ebenfalls auf die lebensgefährliche Reise durch die Wüste oder übers Mittelmehr begeben werden.
Das Massensterben im Mittelmeer und in der Wüste wäre sofort beendet, wenn Men-schen le¬gale Fluchtmöglichkeiten hätten.
Statt militäri¬scher Flüchtlings¬abwehr for-dern wir sicheren Trans¬port der Ge¬flüchte-ten über das Mittelmeer – dann gibt es auch keine Schleuser mehr! Wir fordern legale Migrationsmöglichkeiten, um das Sterben der Geflüchteten an den Außen¬gren¬zen Eu-ropas zu stoppen!
Sofortige Abschaffung des Dublinsystems!
Auf Druck der deutschen Bundesregierungen wurde in der EU das sogenannte „Dublin“-System etabliert. Nach dem Dublin -Verfahren ist der Staat für die Bearbeitung eines Asyl-antrages in der EU zuständig, indem der Schutzsuchende die EU zuerst betreten hat. Da die BRD von „sicheren“ EU-Staaten umge-ben ist, bedeutete dies, dass die BRD die Asylanträge für unzulässig erklären, und die Betroffenen wieder zurückschieben kann.
Die BRD drückt damit einen Großteil der Asyl-suchenden in die är¬meren Länder im Süden der EU ab. Ge¬nau darin liegt ein wesent¬licher Grund für den Streit um die Verteilung der Ge-flüchteten in¬nerhalb der EU.
Es gibt nicht wenige Stimmen, die daher davon ausge¬hen, dass die vorüber¬gehende Öffnung der Gren¬zen zu Ungarn im Sommer 2015 nur den Zusam¬men¬bruch des Dublin-Systems ver-hindern sollte.

Mit „sicheren“ Herkunftsstaaten ge-gen das Recht auf Flüchtlingsschutz
Das Konstrukt der sicheren Herkunftsländer ist einer der wichtigsten Kernpunkte der zukünfti-gen Flüchtlingsabwehr. Dadurch wird Schutz-suchenden das Recht abgesprochen über-haupt schutzwürdig zu sein.
So wurden zB. die Balkanländer Mazedonien, Serbien, Bosnien-Herze¬go¬wina, Alba¬nien, Ko-sovo und Mon¬tenegro zu sicheren Herkunfts-staaten bestimmt. Dies be¬trifft insbe¬son¬dere Roma, die aus ihren Her¬kunftsländern we¬gen sozialer Aus¬gren¬zung, Verar¬mung und ras-sistischer Verfolgung ge¬flohen sind. Die aktuel-le Lage der Roma auf dem Bal¬kan ist eine Konsequenz des wiedererstarkten Nationalis-mus in Folge der Zerschlagung Ju¬goslawiens.
Die Bestimmung der nordafrikanischen Länder und der Türkei zu „angeblich sicheren Her-kunftsstaa¬ten“ konnte bislang knapp verhindert werden. Die Pläne sind aber nach wie vor nicht vom Tisch.
Es wird weiterhin versucht mit Län¬dern wie zB. Libyen, Eritrea, Sudan, Ägypten, Ma¬rokko, d.h. Staaten, die selbst mas¬sive Men-schenrechtsverbrechen begehen und aus de-nen Menschen fliehen, zu¬sammengear¬beitet um diese in die EU-Flücht¬lingsabwehrpo¬litik einzubinden.
Wie die EU ihre Grenzen nach Afrika ver¬lagert
„Europa zieht seine Grenzen durch Afrika. Mig¬rati¬onskontrolle ist in der EU zu einer Frage von höchs¬ter innenpolitischer Bedeutung ge-worden. Mit Hoch¬druck baut sie daher ihre Be-ziehungen zu den Re¬gierungen auf dem afri-kanischen Kontinent aus. Diese sollen ihre Bürger daran hindern, nach Eu¬ropa zu gelan-gen. Die EU bietet dafür Militär- und Wirt-schaftshilfe in Milliardenhöhe. Sie arbeitet mit Regi¬men zusammen, die schwere Menschen-rechtsver¬letzungen begehen, und bildet deren Po¬lizei und Armeen aus. Die Bewegungsfrei-heit in Afrika wird eingeschränkt, Entwick-lungshilfe wird umgewidmet und an Bedingun-gen geknüpft: Wer Migranten auf¬hält, bekommt dafür Geld. Am meis¬ten profitieren IT-Unter¬nehmen sowie Rüstungs- und Sicherheitskon¬zerne in Europa.“ (Christian Jakob, Simone Schlindwein in Diktatoren als Türsteher Europas)

Flucht ist kein Verbrechen !
Geflüchtete, denen der notwendige asylrechtli-che Schutz verweigert wird, sollen nach dem Willen der Bundesregierung in Zukunft schnel-ler abgescho¬ben werden. Die Zahl der Rück-führungen“, wie es in der Behördenspra¬che beschönigend heißt, soll massiv erhöht wer-den. Mit dem Gesetz „zur besse¬ren Durch-setzung der Ausreisepflicht“ wurden da¬für die Voraussetzungen geschaffen. Abschiebe¬haft und Abschiebegewahrsam sind dabei zentrale Bau¬steine. Um den Druck auf die Betroffenen zu erhö¬hen, werden mehr Abschiebehaftan-stalten gebaut. Eine davon befindet sich in Pforzheim, die noch in die¬sem Jahr auf 80 Haftplätze erwei¬tert wird. Be¬schlossen wurde dies noch von der Grüne-SPD-Landesregie-rung. Durch die Abschiebe¬haft werden Ge-flüchtete kriminalisiert und ihre Fluchtgründe diskreditiert, wird doch Gefäng¬nis üblicherwei-se mit Verbrechen in Verbin¬dung ge¬bracht.
Betroffen sind Menschen, die oft schon Jahre hier leben und plötzlich zu Unerwünschten er-klärt wer¬den. In der Vergangenheit wurden Betroffene bei Behörden, in der Schule, am Arbeitsplatz oder zu Hause ohne Vorankündi-gung festgenommen und in Pforzheim inhaf-tiert. Auch Frauen und Familien können in Zu-kunft inhaftiert werden.
Das Regierungspräsidium Karlsruhe ist fe-der¬führend verantwortlich für alle Abschie-bemaßnahmen im süddeutschen Raum.

Rassistische Gewalt als Folge staatlicher Poli¬tik?
Rassistische Gewalt und Angriffe auf Flücht-lings¬un¬terkünfte werden von staatlicher Seite immer noch verharmlost. Naziaufmärsche und rechtsradi¬kale Hetze gegen Geflüchtete und Andersden¬kende wer¬den nach wie vor als „ernstzunehmende Ängste be¬sorgter Bürger“ eingestuft. Das Gerede vom angebli¬chen Missbrauch des Asylrechts, die Kampagnen Flüchtlinge in „Gute“ und „Schlechte“ zu spal-ten und die „Nützlichen“ für die deutsche Wirt-schaft auszu¬sortieren sind gleichzeitig Stich-wortgeber für die ras¬sistisch motivierten Um-triebe. Geflüchtete werden zur Spaltung der Beschäftigten benutzt. Damit wer¬den sie in eine Sündenbock-Rolle gedrängt und für ge-sellschaftliche Defizite und soziale Missstände verantwortlich gemacht, die sie nicht verur-sacht ha¬ben. Struktureller Ras¬sismus und Ge-walt gegen Ge¬flüchtete bedingen sich so ge-genseitig.
Warum sind so viele Menschen auf der Flucht?
Weltweit sind über 50 Millionen Menschen auf der Flucht. Sie fliehen vor Krieg, zerstörten Lebens¬grundlagen, vor Hunger und Tod in der Hoffnung auf ein gutes Leben..
Zu den Fluchtursachen gehört u.a. die ausbeu-teri¬sche Welthandelspolitik der westlichen Staaten und der multinationalen Konzerne, die den Men¬schen in den Ländern des Südens die Lebens¬grundlagen zerstört.
Dazu gehören auch die Fol¬gen der geplan¬ten Freihandelsab¬kommen wie TTIP, CETA, TISA und Co. „Wir sind hier, weil ihr unsere Länder zer¬stört!“ ist die Antwort der Ge¬flüchteten. Da-ran wird sich auch nichts ändern, solange mi-litärische Mittel und Kriege zur Siche¬rung der strategischen und wirt¬schaftli¬chen Inte¬ressen von NATO-und EU-Staaten Normalzustand sind und die Politik der Ausplün¬de¬rung der Länder des Südens nicht beendet wird.
Viele Menschen fliehen auch vor so genannten Na¬tur-Katastrophen. Doch viele dieser ver¬hee-renden so genannten Naturkatastrophen, wie z.B. die so ge¬nannte Klimakatastro¬phe, sind Folge einer zer¬störe¬rischen kapitalistischen Produktionsweise, in der Mensch und Natur nur läs¬tige Kostenfak¬toren sind. Die überwälti-gen Anzahl der Opfer sind Men¬schen in den Re¬gionen des globalen Südens. Nach Schät-zungen der UNO wer¬den auf¬grund der Klima-katastrophe in den nächs¬ten 50 Jahren weitere Milli¬onen Menschen zur Flucht ge¬trieben.
Die Verursacher der wesentlichen Fluchtgrün-de sind somit gleichzeitig jene, die federfüh-rend die Flüchtlingsabwehr betreiben.
Wenn Grenzen abgebaut werden, dann für Wa¬ren und Kapital und zur Sicherung höchstmög¬licher Gewinne. In der Logik des Kapitalismus können sich Menschen aus der EU welt¬weit bewegen, Menschen aus dem Globalen Süden wird das Recht auf Bewe-gungsfreiheit bestritten. Wir verteidigen das Recht für alle Menschen zu kommen und zu blei¬ben.
GEMEISAM.UNGEHORSAM.SOLIDARISCH
Wir leben in kriegerischen Zeiten. Die globale Ent¬fesselung des Kapitalismus hat die Welt zu einem höchst unsicheren Ort gemacht. Es geht um die Aufteilung der Welt in neue Macht – und Einflusszo¬nen, um den Zugang und die Ausbeu¬tung der letzten Rohstoffe und Energie¬ressourcen, um die Erschlie¬ßung neuer Märkte und „billiger“ Produktion weltweit. Es geht um die Aufrechter¬haltung des herrschenden Welt¬wirtschaftssystems im Interesse derer, die da¬von profitieren. Klima-wandel, Armut und Mig¬ration sind direkt damit ver¬bunden.
Wir lassen uns nicht spalten!
Für uns gehört jede/r hierher, der hier geboren ist oder hier seinen Lebensmittelpunkt hat. Alle die hier leben, müssen gleiche soziale Teilha-berechte haben.
Dies ist der Gedanke von „Solidarity-Citys“, die wir gemeinsam erstrei¬ten müssen.
Wir fordern gleiche soziale Rechte und Be-we¬gungsfreiheit für alle! Abschaffung aller Son¬derge¬setze für Menschen ohne deut-schen Pass!
Solange die Fluchtur¬sachen nicht beseitigt sind, werden Menschen trotz gesicherter Grenzen, neuer und noch höherer Zäune hier ankommen. Dies ist ihr gutes Recht. Sie alle haben Anspruch auf ein gesichertes Bleibe-recht, das Recht auf ein gutes Leben, wie wir es gemeinsam für alle er¬kämpfen müssen. Wir brauchen eine Gesell¬schaft, die allen Men-schen an allen Orten der Welt le¬benswerte Lebensverhältnisse schafft und keine neue Formen von Apartheit, neue Mauern und neue Slums. Dies wird nur durch eine grundle¬gende Ver¬änderung der derzeiti¬gen profit- und wachstumsori¬entierten kapita¬listischen Wirt-schaftsverhältnisse möglich sein.
Der neoliberalen Politik setzen wir unsere Hoffnung und Rebellion und unsere kon-kreten Projekte eines guten Lebens für alle entgegen: Solidarisch, feministisch antika-pitalistisch.
Wir wollen eine Welt der Bewegungsfrei¬heit, der gleichen Rechte für alle, eine Welt der So¬lidarität, ohne Ausbeutung, Unter-drückung und Krieg. Dass dies unter den bestehenden kapitalis¬tischen Verhältnissen nicht zu haben ist, ist uns klar. Aber es wird Zeit mit dem Abriss anzufangen – an den Grenzen – außen wie innen.
Kontakt: AKI Karlsruhe, Steinstr.23, 76133 KA – info@aki-karlsruhe.de
Interventionistische Linke Karlsruhe (IL) – il-karlsruhe@riseup.net, www.ilkarlsruhe.blogsport.de
(beide Mitglied im Antirassistischen Netzwerk Baden-Württemberg) – stop-deportation.de

]]>
http://ilkarlsruhe.blogsport.de/2018/01/20/grenzregime-toeten-globale-bewegungsfreiheit-und-ein-gutes-leben-fuer-alle/feed/