Internationaler Frauentag 8. März 2021 Für Frauenrechte international: – Kampf dem Patriachat – Kampf dem Kapital! Kundgebung Montag, 8.März, um 17.30 Uhr Friedrichsplatz in Karlsruhe anschließend Demonstration Frauenbündnis 8.März Karlsruhe

Bitte kommt mit Maske, haltet Abstand und habt irgendwas in LILA dabei! Veranstaltet vom Frauenbündnis 8. MärzFrauenbündnis 8. März mit Unterstützung von: DGB Nordbaden, Frauen* aus ver.di und GEW, Feministische Intervention Karlsruhe, Feministisches Kollektiv Karlsruhe e.V. (FKK) Karlsruher Frauenbündnis für das Selbstbestimmungsrecht der Frau*, DIE LINKE, Interventionistische Linke (IL) Karlsruhe, Offenes Frauen*Treffen (OF*T), Frauen vom Kurdischen Gesellschaftszentrum, Migrantinnenverein Karlsruhe e.V. , Krankenhaus statt Fabrik Karlsruhe
Für Frauen*rechte international: Kampf dem Patriarchat! Kampf dem Kapital!
Wir und viele Frauen* mit uns auf der ganzen Welt sehen heute, was uns die Corona-Pandemie wie durch ein Brennglas überdeutlich zeigt: An den unterschiedlichen Formen der Frauen*unterdrückung hat sich im Kern in den letzten Jahrzehnten nicht viel verändert. Mühsam erkämpfte Rechte für Frauen* verlieren ohne nennenswerten Widerstand an Bedeutung, und mit der Rolle rückwärts in die alten Zuständigkeiten für Kinder, Küche, Heim und Herd, ob schlecht oder gar nicht bezahlt, kalkulieren die Herrschenden.
Schon vor der Corona-Pandemie gab es viel zu wenig Personal in Pflegeheimen und Krankenhäusern. Die überwiegend weiblichen Beschäftigten, meist gering entlohnt, arbeiteten stets am Limit. Die skandalösen Arbeitsbedingungen haben sich nun noch verschärft.
Frauen* halten also wie immer den Laden am Laufen. Sie arbeiten bis zur Erschöpfung in den „systemrelevanten“ Berufen, betreuen Kinder, Alte und Kranke, stehen als Kassiererin im Supermarkt ihre Frau* und bringen Homeoffice, Homeschooling und Versorgung unter einen Hut. In vielen vorwiegend weiblichen Arbeitsbereichen fehlt es weiterhin an Schutzkleidung, Masken und Schnelltests, auch das ein Skandal mit Ansage.
Was sehen wir als Reaktion von den sog. „Arbeitgebern“? Bessere Bezahlung, Arbeitszeitverkürzung bei vollem
Lohnausgleich oder wenigstens eine echte Einstellungs-offensive – von all dem ist keine Rede mehr! Es gab ein bisschen Applaus und viele warme Worte.
Machen wir uns nichts vor: Die überaus großzügigen Geldgeschenke an die Automobilindustrie und Groß-konzerne wie die Lufthansa und TUI werden durch weitere Einsparungen im sozialen Bereich und durch Sonderabgaben für die Beschäftigten rückfinanziert werden. Hiervon werden voraussichtlich wieder Frauen* überproportional betroffen sein.
All diese Formen, die Hauptlasten der Krise besonders auf uns Frauen* abzuwälzen, haben System bzw. liegen im System. Deshalb müssen wir diese Strukturen insgesamt in Frage stellen und bekämpfen! Reformerische Teil-Zugeständnisse reichen uns nicht mehr, sie können uns ja offensichtlich jederzeit wieder genommen werden.
Der Frauen*streik in der Schweiz im Juni 2019, der Aufstand der Frauen in Polen 2020 gegen eine wei-tere Verschärfung des Abtreibungsrechts, der mutige Kampf der Frauen* in Rojava zur Verteidigung ihrer Freiheiten: Dies sind nur wenige Beispiele für den feministischen Aufbruch, der in unterschiedlicher Stärke und zu unterschiedlichen Schwerpunkten in verschiedenen Teilen der Welt zu spüren ist und eine neue Qualität entwickelt.
Gemeinsam können Frauen viel erreichen!
Das jüngste und sehr ermutigende Beispiel ist der beharrliche und letztlich erfolgreiche Kampf im katholisch geprägten Argentinien gegen das strikte Abtreibungsgesetz. Das Parlament beschloss Ende Dezember mit großer Mehrheit ein Gesetz zur Legalisierung von Schwangerschaftsabbrüchen, und zwar in öffentlichen Kliniken, kostenlos und bis zur 14. Woche. Das zeigt: Es lohnt sich zu kämpfen!
Mit der internationalen Bewegung zum Frauen*streik wurde ein neues Kapitel der Frauen*kämpfe eingeleitet.
Weltweit erobern wir Frauen* uns immer wieder die Straßen, um gegen Frauen*unterdrückung und den Stillstand bei Frauen*rechten zu protestieren. Wir wollen selbst über unser Leben bestimmen, wir fordern das Entscheidungsrecht darüber, ob, wann und wie viele Kinder wir wollen, wir kämpfen überall gegen Femizide, Sexismus und alle Formen der Frauen*feindlichkeit!
Wir erkennen angesichts der weltweiten Krise: Zurück-haltung ist eben keine Zier, und Verbesserungen in der Ungleichheit sind jederzeit vergänglich, wenn sich die Grundstruktur nicht prinzipiell verändert. Um in unseren Kämpfen voran zu kommen, müssen wir patriarchale Strukturen und ein Wirtschaftssystem, das Profite vor Menschen stellt, gleichermaßen bekämpfen.
Lasst uns am Internationalen Frauen*tag ein starkes öffentliches Zeichen setzen gegen Kapitalismus und Patriarchat! Nehmen wir uns die Straße – solidarisch mit vielen Feministinnen in der Welt, denn Frauen*kampf, der auf Befreiung zielt, ist international!
Tragen wir unseren Teil dazu bei, dass diese Überzeugung wächst: Frauen* können sehr viel bewegen, wenn sie sich bewegen! Lasst uns den patriarchalen Konsens aufkündigen und unsere Kämpfe in internationaler Solidarität führen!
Lasst uns ein gutes und selbstbestimmtes Leben ohne Ausbeutung und Unterdrückung für alle erkämpfen!
Kampf dem Sexismus im Alltag, am Arbeitsplatz und überall in der Gesellschaft!
Nieder mit Sexismus, Patriarchat und Kapitalismus!
Frauenbündnis 8. März
Mit Unterstützung von: DGB Nordbaden, Frauen* aus ver.di und GEW, Feministische Intervention Karlsruhe,
Feministisches Kollektiv Karlsruhe e.V. (FKK) Karlsruher Frauenbündnis für das Selbstbestimmungsrecht der Frau*, DIE LINKE, Interventionistische Linke (IL) Karlsruhe, Offenes Frauen*Treffen (OF*T), Frauen vom Kurdischen Gesellschaftszentrum, Migrantinnenverein Karlsruhe e.V. , Krankenhaus statt Fabrik Karlsruhe

7. Save the date: Gemeinsam gegen Rassismus – Aktionstag und Demo Samstag, 13.03.2021,