Flüchtlingslager in Moria auf Lesbos in Griechenland ist abgebrannt Protest-Kundgebung in Karlsruhe für die sofortige Aufnahme der 13.000 Geflüchteten aus dem Lager

HEUTE Mittwoch 9.9.2020 um 18.00 Uhr Waldstraße Ecke Kaiserstraße
Wir fordern von Bundes- und Landesregierung und der Stadt Karlsuhe die sofoertige Aufnahme der Flüchtlinge aus dem Lager
#LeaveNoOneBehind – Rettet die Flüchtlinge aus den Lagern – wer schweigt macht sich mitschuldig – Evakuierung der Lager jetzt! Sofortige Aufnahme der Menschen – auch in Karlsruhe.

Achtet bitte darauf, dass Ihr immer jeweils mindestens 1,5 m Abstand haltet zu allen anderen. Vorsichtshalber sollen auch alle eine Gesichts-Schutzmaske tragen zum Schutz für sich und andere.

Feuer im Flüchtlingslager Moria – „Folge deutscher Flüchtlingspolitik“ Das berüchtigten Flüchtlingscamp Moria auf Lesbos brennt fast vollständig ab. Lesbos hat den Notstand ausgerufen.
Seit Jahren ist das Flüchlingslager Moria auf Lesbos überfüllt. Immer wieder kam es wegen der katastrophalen Zustände zu Unruhen. Jetzt steht Moria in Flammen.
Die Flüchtlingsorganisation Pro Asyl hat Bundesregierung und EU für den Brand im griechischen Camps Moria auf Lesbos verantwortlich gemacht. „Die Katastrophe von Moria ist eine Folge der skandalösen und menschenverachtenden deutschen und europäischen Politik“, sagte Geschäftsführer Günter Burkhardt am Mittwoch in Berlin. In dem Lager seien Tausende Menschen „psychisch zermürbt“ worden. Anstatt für faire Asylverfahren zu sorgen hätten alle EU-Staaten bis zur jetzigen Katastrophe zugeschaut.

Auruf der Seebrücke.org
MORIA BRENNT
Evakuiert die Lager – Wir haben Platz!
Das Geflüchtetenlager Moria auf der griechischen Insel Lesbos ist heute Nacht ABGEBRANNT. Wir sind wütend und fordern die sofortige Evakuierung aller Lager!
Die katastrophale Situation in Moria ist seit langem bekannt: In dem Lager, das ursprünglich für 3.000 Personen ausgelegt ist, lebten bis gestern Abend mehr als 13.000 Menschen. In Zeiten der Corona-Pandemie mussten Tausende in Zelten oder im Freien schlafen, es gab nicht genügend sanitäre Anlagen, für Nahrung mussten die Menschen oft stundenlang anstehen. Abstand halten, sich vor dem Virus schützen, war in dieser Situation nicht möglich.
Gleichzeitig haben sich in den vergangenen Jahren über 170 Städte und Kommunen allein in Deutschland zum sicheren Hafen erklärt. Sie sind bereit, jetzt sofort Menschen aufzunehmen. Vor wenigen Wochen starteten Berlin und Thüringen eigene Landesaufnahmeprogramme. All diese Initiativen werden vom Innenminister Horst Seehofer blockiert. Das ist eine Schande!
Darum lasst uns gemeinsam unsere Wut auf die Straße tragen! Organisiert euch heute/morgen, meldet Protestaktionen an und meldet euch bei tim.schlaf@seebruecke.org, damit wir die Aktion auf Social Media bewerben können!
Wir fordern: Sofortige Aufnahme! Evakuiert die Lager – Wir haben Platz!
Hier laden wir heute im Laufe des Tages Share-Pics und weiteres Material hoch: https://cloud.seebruecke.org/index.php/s/T2TCPfa2s2SXmLt

https://anfdeutsch.com/aktuelles/moria-steht-in-flammen-21473
Moria steht in Flammen
Das massiv überbelegte Flüchtlingslager Moria auf Lesbos steht in Flammen. Dennoch wurde es nur teilweise evakuiert. Die Polizei geht mit Tränengas gegen Schutzsuchende vor, berichten NGOs.
• ANF REDAKTION Mittwoch, 9 Sep 2020, 07:32
Das Massenlager Moria auf der griechischen Insel Lesbos steht in Flammen. An mehreren Stellen sind Brände aufgebrochen. Verzweifelte Schutzsuchende fliehen aus dem Lager. Nach Angaben von AFP steht fast das ganze Lager in Flammen. Auch Olivenhaine in der Umgebung brennen. Die NGO Mission Lifeline zeigt die Bilder von verzweifelt herumirrenden Frauen und Kindern.
„Polizei schießt mit Tränengas auf verzweifelte Schutzsuchende“
Mission Lifeline erklärt über Twitter: „Wir sind so nah dran und können im Moment nichts machen. Tausende Menschen sind jetzt obdachlos und sitzen im Dschungel fest. Die Polizei schießt Tränengasgranaten.“
„Dschungel“ wird das informelle Camp, das sich aufgrund der Überfüllung von Moria außerhalb des offiziellen Lagers errichtet wurde, genannt. Die Flüchtlingshilfsorganisation Stand by Me Lesvos schrieb im Internetdienst Twitter: „Alles brennt, die Menschen fliehen.“ Augenzeugen berichteten der Organisation zufolge, dass Einwohner flüchtende Asylbewerber daran gehindert hätten, ein nahegelegenes Dorf zu betreten. Zuvor waren in Moria 35 Schutzsuchende positiv auf Corona getestet worden. Nur 2.000 Tests sind überhaupt bisher in Moria erfolgt.
Ob Brandstiftung von außen, ein Unfall oder eine Revolte Ursache der Brände ist, ist bis jetzt unklar. Moria ist für 2.800 Menschen ausgelegt, aber mit 12.700 vollkommen überbelegt. Das Lager befindet sich unter Quarantäne, was bedeutet, dass es de facto in ein Internierungslager umgewandelt wurde.
Masseninternierungslager als Folge des EU-Türkei-Deals
Moria ist einer der berüchtigten „Hotspots“ an der EU-Außengrenze. Hier werden Schutzsuchende, die über die Türkei nach Europa geflohen sind, festgehalten, um ihre Rückschiebung in die Türkei zu prüfen. Da die EU-Staaten, vor allem auch Deutschland, zu keiner ernstzunehmenden Übernahme von Schutzsuchenden bereit sind, sitzen die Menschen oft jahrelang in Moria oder anderen Hotspots fest. Ihre Lage wird immer verzweifelter. Dennoch plant die Bundesregierung in ihrer EU-Ratspräsidentschaft Asylprüfungen an den EU-Außengrenzen einzuführen. Das würde eine Ausweitung dieser Lager auf die gesamte EU-Peripherie bedeuten.