Nein zum Rassismus in Karlsruhe – Kommt zur Kundgebung am Samstag, den 27.Juni 2020 um 13.00 Uhr am Stephansplatz in Karlsruhe

Liebe Antirassistas,
weltweit finden Proteste gegen Rassismus statt. Anlass ist die Ermordung von George Floyd am 25.05.2020 durch rassistische Polizisten vor laufender Kamera.Nicht nur in den USA sondern auch in Deutschland gibt es rassistische Diskriminierung und Morde, wie zum Bsp die Mordserie des NSU und die rassistischen Morde in Hanau. Auch in Karlsruhe gibt es Menschen, die aufgrund ihrer Haufarbe rassistischer Diskriminierung ausgesetzt sind. Auch in Deutschland und in Karlsruhe gibt es strukturellen staatlichen Rassismus.
In Karlsruhe und in vielen anderen Städten gab es Kundgebungen, die auch den strukturellen und institutionalen Rassismus in unserer Gesellschaft thematisiert haben. In Karlsruhe kamen 1500 Menschen zu der antirassistischen Kundgebung am 6.6.2020 am Friedrichspaltz und noch einmal 2-3000 Menschen zu einer Kundgebung am Schlossplatz.
Jetzt wollen Rassist_innen und Nazis am Samstag in Kalsruhe für die weiße Rasse demonstrieren. Zeigen wir Ihnen deutlich, dass Rassismus und Nazis in karlsruhe nicht erwünscht sind. Anbei ein link zu einem Dossier über die rassistische Kundgebung auf der Seite des Netzwerks gegen Rechts und der Aufruf des AAKA. https://ka-gegen-rechts.de/wp-content/uploads/2020/06/145a__All_Lives_Matter__Demo_in_Karlsruhe_am_27_Juni_2020__Teil_1.pdf
Achtet bitte darauf, dass Ihr immer jeweils mindestens 1,5 m Abstand haltet zu allen anderen. Vorsichtshalber sollen auch alle eine Gesichts-Schutzmaske tragen zum Schutz für sich und andere.
Mit solidarischen Grüßen
ILKA

Anbei der Aufruf des Antifaschistischen Aktionsbündnis Karlsruhe (AAKA)
Bitte verbreitet den Aufruf über eure Kanäle weiter und erscheint zahlreich zur Kundgebung!

Für Samstag, den 27.06. ist auf dem Stephanplatz in Karlsruhe eine rassistische Kundgebung mit dem Titel „#All lives matter“ angekündigt. Diese wird unter anderem von Jonathan Stumpf, einem Ex-NPD Kader
organisiert. Stumpf machte in letzter Zeit vor allem dadurch von sich Reden, dass er, unter dem Deckmantel des Journalismus, mit Führungspersonen der Identitären Bewegung nach Lesbos reiste, um die dortige Lage der Geflüchteten für rassistische Hetze zu nutzen. Allerdings schlug ihnen dort nur handfester antifaschistischer Widerstand entgegen.
Die Werbung für die „All lives matter“ Kundgebung ist klar an ein Publikum gerichtet, das von einer Gefahr für die „weiße Rasse“ und Kultur ausgeht. Man kann den Titel „all lives matter“ also in diesem Fall mit „white lives matter“ übersetzen. Doch auch so ist der Begriff „all lives matter“ inakzeptabel. Er leugnet das Problem, dass BIPoCs (Black, Indigenous and People of Colour) tagtäglich mit Rassismus zu kämpfen haben und das ihre Leben in unserer (weißen) Gesellschaft als weniger wert angesehen werden. Es geht der BLM-Bewegung nicht um „only Black lives matter“ sondern um „Black lives matter too“. Gerade die rassistischen Anschläge in Hanau und Halle und die Hetzjagden letztes Jahr in Chemnitz zeigen, dass es notwendig ist zu betonen, dass Leben
von BIPoC wichtig sind und es essentiell ist, sich offen gegen Rassismus und rechte Hetze zu positionieren. Antifaschismus muss immer auch antirassistisch sein – deshalb gehen wir am Samstag gegen rechte und
rassistische Hetze auf die Straße. Es reicht nicht, einfach „nicht rassistisch“ zu sein, wir müssen antirassistisch sein, jeden Tag, in der Schule, auf der Arbeit, zu Hause und auf der Straße!
In Deutschland und weltweit hat sich aktuell der Widerstand gegen Rassismus nachhaltig verstärkt. Gerade dann und in Zeiten der Pandemie und Wirtschaftskrise erfolgt mit der Losung „All lives matter“ der Rückgriff auf bereits historisch gescheiterte Gewaltlösungen mit Rassismus als Herrschaftsmuster, das Menschenleben und Menschenrechte mit Füßen tritt. Der Spaltung durch Rassismus wollen und müssen wir geschlossen und solidarisch Widerstand entgegen setzen, denn wir dürfen nicht zulassen, dass mit rechter Hetze vermeintliche Ängste geschürt werden und so Menschen unter dem aktuellen gesellschaftlichen Druck auf Löhne und Lebenschancen für ihre menschenfeindlichen Ziele mobilisiert werdeen können.
Schluss mit rassistischer Spaltung in der BRD! Kein Platz für alte und neue Nazis in Karlsruhe!
Wir rufen daher alle dazu auf am Samstag auf die Straße zu gehen! Gemeinsam werden wir uns entschieden gegen Nazis und rassistische Stimmungsmache stellen!
Gemeinsam können wir Rassismus effektiv bekämpfen und eine solidarische Gesellschaft, frei von Unterdrückung, aufbauen.
Kommt um 13 Uhr auf den Stephanplatz. Gemeinsam zeigen wir, dass Nazis und Rassismus in Karlsruhe keinen Platz haben.
Antifaschistisches Aktionsbündnis Karlsruhe