#LeaveNoOneBehind Für grenzenlose Solidarität – Evakuierung aller Lager jetzt! Nächster Bundesweiter Aktionstag am 23.5.2020 zur Evakuierung der Lager

https://seebruecke.org/leavenoonebehind/aktionstag/
https://interventionistische-linke.org/beitrag/grenzenlose-solidaritat-statt-abschottung-und-rassismus
Wir erleben eine beispiellose menschenrechtliche, gesundheitliche und politische Katastrophe. Angesichts der weltweiten Corona-Pandemie müssen wir mehr denn je solidarisch handeln und jene unterstützen, die von dieser Katastrophe besonders schwer betroffen sind. Wir halten zusammen: Leave No One Behind!
23.05.20 Aktionstag – Evakuiert alle Lager!/>
Corona ist tödlich – besonders für diejenigen, die sich nicht davor schützen können. In den Lagern auf den griechischen Inseln sind geflüchtete Menschen diesem tödlichen Virus weiterhin auf engstem Raum ausgeliefert. Seit Wochen fordern bundesweit zehntausende Menschen die sofortige Evakuierung der griechischen Lager, um eine humanitäre Katastrophe zu verhindern.
Am 23. Mai werden wir diese Stimmen wieder bündeln und gemeinsam in Deutschland und Europa zeigen: Die Menschen in den europäischen Lagern gehören hierher – #LeaveNoOneBehind !
Während über 150 Städte sich in Deutschland aufnahmebereit erklärt haben, holte die Bundesregierung kürzlich gerade einmal 47 Minderjährige aus dem Lager Moria auf Lesbos nach Deutschland. Ein Staat, der in kürzester Zeit 200.000 deutsche Tourist*innen zurückholen und 80.000 Erntehelfer*innen für die Rettung des deutschen Spargels einfliegen kann, zeigt deutlich seine Prioritäten: Das Leben der Geflüchteten ist ihm nichts wert. (…)
Unser Protest endet erst, wenn alle Menschen in Sicherheit sind.
Deswegen rufen wir am 23. Mai erneut zu einem europaweiten Aktionstag auf: Organisiert Aktionen in euren Städten und Kommunen, tragt unsere Forderungen in den öffentlichen Raum. Es ist wichtiger denn je, dass unsere Spuren weiterhin sichtbar bleiben. Nutzt #LeaveNoOneBehind und #EvacuateNow, um eurer Kreativität freien Lauf zu lassen. Nutzt die Spielräume, die uns unter Einhaltung gesundheitlicher Sicherheitsmaßnahmen gegeben sind. Wir sehen uns auf der Straße und im Netz! Wir bleiben laut, bis alle Lager evakuiert wurden! Leave No One Behind!

Sind Menschen in der EU mehr wert als Flüchtlinge aus dem afrikanischen Kontinent oder dem Nahen Osten?
In der Landeserstaufnahmestelle (LEA) in Ellwangen sind mittlerweile mehr als 2/3 aller Insassen infiziert worden – innerhalb sehr kurzer Zeit, nach dem ein Einzelner dort den Virus hatte. Wovor wir bislang vergeblich gewarnt haben passiert gerade überall. Die Regierungen riskieren mit vollem Wissen diese Ausbrüche. Der Infektionsschutz unterliegt doppelten – d.h. rassistischen – Standards.
In einer Flüchtlingsunterkunft in Frankfurt gibt es einen massiven Corona-Ausbruch, 65 Geflüchtete haben sich infiziert. Der Flüchtlingsrat Hessen kritisiert, Massenunterkünfte seien „schlicht ungeeignet“.
https://www.fr.de/frankfurt/frankfurt-am-main-ort28687/frankfurt-corona-bockenheim-coronavirus-ausbruch-fluechtlingsunterkunft-13771042.html
Was Experten befürchteten, ist auch in Sankt Augustin eingetreten: eine Corona-Masseninfektion in einem Flüchtlingsheim. Eine Studie zeigt: Die Gefahr für die Bewohner ist mindestens so hoch wie auf Kreuzfahrtschiffen.
https://www.tagesschau.de/investigativ/swr/corona-fluechtlingsunterkuenfte-101.html
Sammellager – Bislang 152 infizierte Bewohner, 13 Mitarbeiter
https://www1.wdr.de/nachrichten/themen/coronavirus/fluechtlingsheim-sankt-augustin-schliessung-100.html
Auch hier zeigt sich, dass die Massenmenschhaltung nicht nur menschlich ein absolutes NoGo ist, sondern auch zu neuen Massenausbrüchen führen kann. https://twitter.com/watch_union/status/1262061600875450368In den Flüchtlingslagern und LEAs ist es den Ordnungsämtern offensichtlich egal, wenn dort Geflüchtete auf engstem Raum zusammengepfercht sind. Der Vorfall zeigt deutlich wie wichtig die sofortige Räumung der Lager und die dezentrale Unterbringung – vorübergehend in leer stehenden Hotels – ist, wie dies pro asyl eV und viele andere Menschenrechtsorganisationen fordern oder sind Menschen in der EU schützenswerter als Geflüchtete aus dem afrikanischen Kontinent oder dem Nahen Osten?