Solidarität mit Rojava – IL-Tresen – Samstag, den 29. Februar 2020, 19.00 Uhr im Barrio137 – Wilhelmstr./Ecke Luisenstr. Es gibt aktuelle Infos über die Lage und geplante Aktionen, wie zB zu Rheinmetall und die Tourismusboykottkampagne. Der Erlös geht in Projekt(e) in Rojava

Der Plan des Erdogan-Regimes: Die demokratische Selbstverwaltung in Nordsyrien und ihre Errungenschaften, wie die Befreiung der Frauen und das friedliche, gleichberechtigte Zusammenleben von Ethnien und Religionen, sollen zerschlagen werden. Trotzdem ist dieses dramatische Ereignis kaum mehr inm öffentlichen Bewusstsein ptäsent – leider auch nicht innerhalb der linken Bewegung. Um die Solidarität in Deutschland ist verdächtig still geworden. Daher der Soli-Tresen.

Stoppt den völkerrechtswidrigen Angriffskrieg – sofortiger Abzug der der türkischen Armee und ihrer dschihadistischen Verbündeten aus Rojava / Nordsyrien – Kein Geld für Besatzung und Krieg – Tourismusboykott solange Rojava besetzt ist und zehntausende Kritiker_innen der türkischen Regierung in der Türkei im Gefängnis sitzen.

In Rojava / Nordsyrien gegen die Kämpfe der türkischen Armee und ihrer Dschihadistischen Verbündeten mit dem Ziel der Besetzung des gesamten Streifens entlang der syrisch-türkischen Grenze weiter, obwohl in den Medien nicht mehr darüber berichtet wird. Die dschihadistischen Terrormilizen in denen auch viele ehemalige (oder noch) IS-Terroristen organisiert sind haben inzwischen auch Leopard 2 Panzer aus deutscher Produktion von der türkischen Armee zur Verfügung gestellt bekommen. Rheinmetall und Daimler liefen u.a. das Kriegs-Equipment. Und die Bundesregierung schweigt dazu um den unmenschlichen Flüchtlingsabwehr deal mit der türkischen Erdogan-Regierung zu retten.

Serêkaniyê-Vertriebene prangern Angela Merkel an – seit Angela Merkel ankündigte, eine finanzielle Unterstützung der demografischen Neuordnung in Nordsyrien prüfen zu wollen, steht die Bundeskanzlerin in der Kritik. Vertriebene aus Serêkaniyê mahnen, Merkel mache sich schuldig. Bei ihrem Treffen mit dem türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdoğan Ende Januar in Istanbul kündigte Bundeskanzlerin Angela Merkel an, eine finanzielle Unterstützung der türkischen Politik einer demografischen Neuordnung in Nordsyrien prüfen zu wollen. Laut dem wissenschaftlichen Dienst des Bundestages verstoßen die gezielte demografische Veränderung und die Pläne der Ansiedlung von 2,5 Millionen Flüchtlingen in den von der Türkei besetzten Gebieten in Nordsyrien gegen das Völkerrecht. Sollten dazu tatsächlich Gelder aus Deutschland fließen, würde ein völkerrechtswidriger Angriffskrieg, als den der wissenschaftliche Dienst des Bundestags die türkische Invasion bezeichnet hat, mit deutscher Hilfe legitimiert und die Bundesregierung mitschuldig an der Vertreibung in Nordsyrien werden.

Wie schon in Efrin hat die Türkische Armee in den neuen besetzen Gebieten Zehntausende vertrieben und will bis zu 2,5 Millionen Islamisten (auch aus Zentralasien) in den besetzten Gebieten ansiedeln. Anstelle der vertriebenen Bevölkerung werden die Familien der SNA-Söldner angesiedelt. Die von der Türkei kommandierte sogenannte „Syrische Nationalarmee” (SNA) ist ein Bündnis aus dschihadistischen und rechtsextremen Gruppierungen die teilweise, wie der Al-Qaida-Ableger Ahrar al-Sham, auch international als Terrororganisationen verfolgt werden. Die Familien dieser Dschihadisten aus Idlib, Homs, Cerablus, Bab, Azaz und Ghouta werden im gesamten besetzten Gebiet angesiedelt.Die nicht vor der tükischen Armee geflohen sind werden terrorisiert. Die Türkei beginnt – ähnlich wie in Dscharablus, Efrîn, Azaz und al-Bab – die Annexion von Serêkaniyê (Ras al-Ain) und Girê Spî (Tall Abyad) zu institutionalisieren. Abdullah Erin, der Gouverneur der nordkurdischen Provinz Riha (Urfa), hat auf einer gestrigen Pressekonferenz die Ernennung von türkischen Beamten als Landräte in Serêkaniyê und Girê Spî bekanntgegeben. Aus den beiden Städten und dem Umland an der türkischen Grenze sind zuvor etwa 300.000 Menschen vom AKP-Regime vertrieben worden. 1.500 Dschihadistenfamilien wurden bereits in Serêkaniyê angesiedelt.

Gründe für weitere Aktionen gibt es leider somit genug…. Aktuelle Infos immer auf anfdeutsch.com