Kommt zur Protestaktion gegen den Einmarsch der türkischen Armee und die Besetzung Rojavas durch die türkischen Armee und die mit ihr verbündeten dschihadistischen Milizen in Karlsruhe Donnerstag, 10.Oktober 2019 um 18.00 Uhr Ecke Waldstr./Ecke Kaiserstr..

Heute um ca 16.00 Uhr hat die türkische Armee mit der Bombardierung der Stellungen der Verteidigungskräfte YPG und YPJ und der Städte in Rojava begonnen, um den bevorstehenden Einmarsch und Besetzung in Rojava im Norden Syriens vorzubereiten!
Tragen wir dazu bei, den Einmarsch der türkischen Armee und und den mit ihr verbündeten dschihadistischen Milizen in Rojava zu verhindern !
Üben wir Druck auf die Bundesregierung aus, dass sie kein Grünes Licht für Vertreibung und Massenmord gibt, um den EU-Flüchtlingsdeal zu retten, sondern alles tut, um den bevorstehenden Massenmord und die ethnische Vertreibeung von Hunderttausenden zu verhindern! Wenn sich die Bundesregierung auf Lippenbekenntnise beschränkt ist sie mitverantwortlich für den bevorstehenden Massenmord und Zerstörung in Rojava!
2 aktuelle Infos der Nachrichtenagentur anfdeutsch.com vom 9.10.19:
19.06 Uhr: Die türkische Armee greift Qamişlo mit schwerer Artillerie an. In der Stadt leben Hunderttausende Menschen.
20.20 Uhr: Die türkische Luftwaffe hat den Mensûra-Staudamm bei Dêrik bombardiert, mit dem die Wasserversorgung der Bevölkerung in der Region gewährleistet wird. Wie beim Angriff auf Efrîn im vergangenen Jahr wird die Infrastruktur angegriffen.

Der Krieg der türkischen AKP-Regierung gegen die Demokratische Föderation Nordsyrien (Rojava) und die geplante Besetzung Rojavas durch die türkischen Armee und den mit ihr verbündeten dschihadistischen Milizen muss verhindert werden! Solidarität mit Rojava!
Wir brauchen ein breites gesellschaftliches Bündnis, um Druck auf die Bundesregierung auszuüben, damit sie alles tut, um den bevorstehenden Angriffskrieg und eine hunderttausendfache ethnische Säuberung in Nordsyrien durch die türkische Armee zu verhindern.
Alle sind aufgerufen, die Protestaktionen mit zugestalten, um die bevorstehende Katastophe noch zu verhindern.

Wie Ihr den Medien entnommen habt droht akut der Einmarsch und die Besetzung Rojavas (bzw. eines 30 km breiten Streifen, in dem fast alle wichtigen Städte liegen sowie das freigekämpfte Kobane) durch die türkische Armee, welcher derzeit durch die Bombardierungen vorbereitet wird. Damit soll eine fortschrittliche Alternative für die Menschen in der Region zerstört werden und vor allem wird damit auch für alle Frauen das Rad der Geschichte zurückgedreht.
In Zusammenarbeit mit islamistischen Söldnertruppen will die Erdogan-Regierung ausradieren, was dort und in den anderen Kantonen Rojavas als ein politisches System demokratischer Selbstverwaltung entstand. Die Bevölkerung organisiert sich in eigenen Versammlungen und Räten, um ihr Leben über z.B. ethnische und religiöse Unterschiede hinweg gemeinsam zu gestalten. Die Frauen spielen dabei eine zentrale Rolle: Sie organisieren sich in allen Bereichen eigenständig und sind maßgeblich an der Gestaltung des Gemeinwesens beteiligt. Die kurdischen Selbstverteidigungskräfte YPG und YPJ haben auch eine wesentliche Rolle in der Bekämpfung des IS und der Befreiung vieler Städte und Dörfer vor seiner Schreckensherrschaft gespielt.

Die AKP-Regierung plant nun eine gigantische ethnische Vertreibung und „Säuberung“ um in diesem 30 km breiten Streifen 2 Millionen Geflüchtete, zum großen Teil Islamisten, anzusiedeln, mensch muss nicht Prophet sein, um darin eine zukünftige Brutstädte für den IS zu erkennen. Mensch muss sich nur Camp Hol anschauen, wo 70 000 Menschen, darunter viele Angehörige des IS untergebracht sind, mit denen die YPG und YPJ alleingelassen werden.

Der Besuch von Innenminister Seehofer in der Türkei lässt, wie schon bei der Besetzung von Afrin, nichts Gutes ahnen. Es ist zu befürchten, dass die Bundesregierung hinter den Kulissen grünes Licht bzw. Nichtverhalten für den EInmarsch und die Besetzung signalisiert hat, um den unsäglichen EU-Türkei Flüchtlingsdeal zu retten. Immerhin wurden bereits weitere Milliarden Euro zugesagt, angeblich für Flüchtlinge, mit denen sich gut Krieg führen lässt, zumal die AKP-Regierung nach den ethnischen Vertreibungen in den besetzten Gebieten, wie schon in Afrin, dschihadistische Geflüchtete ansiedeln will. Wer schweigt macht sich mitschuldig am bevorstehenden Massenmord.

Um so wichtiger ist es, Druck auf die Bundesregierung auszuüben, damit sie nicht, wie schon bei der Besetzung von Afrin, wieder hinter den Kulissen grünes Licht bzw. Nichtverhalten für den Elnmarsch und die Besetzung zusagt. Auch damals ging es darum den „Flüchtlingsdeal“ zu retten auf Kosten von Hunderttausenden.

Verhindern wir die Lieferung von Waffen in die Türkei ! Kein Geld an die türkische Regierung !
Die Bundesregierung muss Druck auf die türkische Regierung ausüben, um den bevorstehenden völkerrechtswidrigen Angriffskrieg gegen die Bevölkerung der Demokratische Föderation Nordsyrien / Rojavas zu vehindern. Sofortiger Abzug der türkischen Armee aus Afrin !

Weitere Infos -auch wg eines Vorbereitungstreffen -folgen.

Solidarische Grüße
IL Karlsruhe und AKI Karlsruhe

AKI Karlsruhe, Steinstr.23, 76133 KA – info@aki-karlsruhe.de
IL Karlsruhe – il-karlsruhe@riseup.net, www.ilkarlsruhe.blogsport.de

Letzte aktuelle Infos:

Seit ca. 16.00 Uhr am 9.10.2019 bombardiert die türkische Armee kurdische Städte wie Quamishli und Kobane sowie Tal Abjad und Ras al-Ain. Auf türkischer Seite der Grenze werden jeweils ca 10.000 von der türkischen Armee hochgerüsteter sogenannter „syrischer Rebellen“ in Stellung gebracht, um zusammen mit der türkischen Armee nach erfolgter Bombardierung einzumarschieren. Die sogenannten „syrischen Rebellen“ bestehen zum größten Teil aus Nachfolgeorganisationen des Al Caida-Ablegers Al Nusra Front, in ihren Reihen inzwischen auch eine Vielzahl ehemaliger IS-Terroristen. Zeitgleich hat der IS die Stadt Rakka angegriffen. Es drängt sich der Verdacht auf, dass dieses zeitgleiche Vorgehen hinter den Kulissen mit der türkischen Regierung abesprochen wurde, die ja auch schon mit dem IS kooperiert hatte, als dieser ganz Kobane in seine Gewalt bringen wollte. Mit den 2 Millionen überwiegend dschihadistischen Flüchtlingen, die Erdogan in einer 30 km langen Zone entlang der gesamten türkisch / syrischen Grenze ansiedeln will, würde hier mit Sicherheit perspektivisch eine neue IS-Keimzelle entstehen. Außerdem besteht die Gefahr, dass auch eine Vielzahl von IS Terroristen in Freiheit kommen würden, die die YPG bei der Befreiung Nordsyriens von der Schreckensherrschat des IS gefangen genommen hat. Nicht nur die derzeitige Bevölkerung Rojavas sondern auch fast eine Million Geflüchtete, die in Rojava Zuflucht vor Krieg und dschihadistiscem Terror gefunden hatten, werden ein weiteres Mal vertrieben, wenn der Angriff nicht gestoppt wird.

Angesichts der ethnischen Vertreibung von Huinderttausenden, angesichts der Bevorstehenden Ermordung Zehntausender im dschihadistischen Krieg der türkischen Regierung ist das überwiegende Medienecho im Vergleich mit anderen Ereignissen sehr verhalten und die Lippenbekenntnisse der deutschen Bundesregierung und der EU reine Alibipolitik. Es ist davon auszugehen, dass auch Innenminister Seehofer bei seinem Türkeibesuch Anfang Oktober 2019 signalisiert hat, dass die Bundesregierung nichts ernsthaftes außer den üblichen Lippenbekenntnissen für die Öffentlichkeit gegen den bevorstehenden völkerrechtswidrigen Einmarsch der türkischen Armee unternehmen würde, um den unwürdigen EU-Türkei-Deal zu „retten“. De facto hat die Bundesregierung und die EU den völkerrechtswidrigen Angriffskrieg und die Besetzung Nordsyrien sowie damit verbunden tausendfachen Mord mit Milliarden von Euro und Waffenlieferungen möglich gemacht, auch wenn sie offizielle für Geflüchtete geflossen sind.

Erdogan nennt die verbrecherische Militäraktion „Quelle des Friedens“ umd den „Terrorismus“ zu bekämpfen. Das Bundesinnenministerium hat mit Erlass das Zeigen der Fahnen der SelbstverteidigungskräfteYPG und der YPJ in Rojava verboten als angebliche Zeichen „terroristischer“ Organisationen. Diejenigen, die die Jesiden vor einem Genozid durch den IS gerettet haben, die christliche Krichen gegen den IS verteidigt haben, die eine in der Region einmalige Gleichberechtigung der Frauen und demokratische Selbstverwaltungsstrukturen vorantreiben sollen danach Terroristen sein – nicht aber ein Präsident des Terrors wie Erdogan und die AKP-Regierung, die in der Türkei die Menschenrechte außer Kraft setzen, Tausende von Lehrer_innen und Journalist_innen ins Gefängnis werfen und verfolgen, gewählte Bürgermeister_innen in den kurdischen Gebieten einfach absetzen undf ür die ethnischen Säuberungen und Vertreibungen in besetzten Efrin in Nordwest-Syrien verantwortlich sind.

Aktuelle Infos erhaltet Ihr auf dem Ticker der kurdischen Nachrischtenagentur anfdeutsch.com in deutscher Sprache https://anfdeutsch.com :

19.06 Uhr: Die türkische Armee greift Qamişlo mit schwerer Artillerie an. In der Stadt leben Hunderttausende Menschen.
20.20 Uhr: Die türkische Luftwaffe hat den Mensûra-Staudamm bei Dêrik bombardiert, mit dem die Wasserversorgung der Bevölkerung in der Region gewährleistet wird. Wie beim Angriff auf Efrîn im vergangenen Jahr wird die Infrastruktur angegriffen.