Das Ergebnis der Kohlekommission ist kein Konsens! Kohle stoppen. Klima schützen.

Vom 01.02 bis zum 10.02. werden in ganz Deutschland Proteste gegen das Ergebnis der Kohlekommission stattfinden. Start ist am Freitag, den 01.02. in Berlin am Bundesministerium für Wirtschaft und Energie. Dort, am Tagungsort der Kohlekommission, soll gezeigt werden, dass der Konflikt um die Kohle noch nicht befriedet ist, gefolgt von einer dezentralen Aktionswoche im gesamten Bundesgebiet.
Auszug aus dem Aufruf von Ende Gelände und Klimagerechtigkeitsgruppen:
„Schmelzende Gletscher, steigende Meeresspiegel, Artensterben, stärkere und häufigere Wetterextreme – dies sind nur einige der vielen Folgen des Klimawandels. Besonders hart trifft es diejenigen, die am wenigsten dazu beigetragen haben: schon jetzt verlieren Menschen im Globalen Süden wegen der Klimakrise ihr Zuhause. Die Klimakrise verschärft die bestehenden Ungerechtigkeiten weltweit. Mit solchen Zukunftsaussichten sollte es selbstverständlich sein, die Auswirkungen des Klimawandels auf ein Minimum zu begrenzen. Doch die Realität in der Politik sieht anders
aus: Dort beschlossene Klimaschutz-Maßnahmen sind nicht mehr als Augenwischerei.
So auch die sogenannte „Kohlekommission“. Es zeichnet sich ab, dass Energiekonzerne ihre Interessen durchsetzen können, und dass die Abschaltung von Kohlekraftwerken erst weit nach 2020 beginnen soll – und selbst das mit hohen Entschädigungen und nur im Einverständnis mit den Konzernen. Ein solches Ergebnis würde bedeuten, dass einzelne Kraftwerke noch über Jahrzehnte aktiv bleiben würden. Damit werden die Interessen von Konzernen vor den Schutz des Planeten gestellt. Darum rufen wir dazu auf, euren Widerstand auf die Straße zu tragen. Zeigt, dass ihr nicht damit einverstanden seid, dass die Zukunft des Planeten verspielt wird. Vom 01.02 bis zum 10.02. werden in ganz Deutschland Proteste gegen das Ergebnis der Kohlekommission stattfinden. Macht mit, informiert euch bei euren lokalen Klimagruppen über deren Vorhaben oder organisiert eure eigenen Aktionen. Beteiligt euch, und zeigt, dass die Zukunft des Klimas nicht durch einige wenige bestimmt wird, sondern durch uns alle!
Ende Gelände und weitere Klimagerechtigkeitsgruppen https://www.ende-gelaende.org/de/news/aufruf-zur-aktionswoche/#main“

x Auf die Straße statt in die Schule
Seit August 2018 streikt Greta in Stockholm für eine bessere Klimapolitik und mehr Klimagerechtigkeit.
Am 20. August 2018 hatte sie sich zum ersten Mal mit ihrem „Schulstreik fürs Klima“-Schild vors schwedische Parlament gesetzt – und am 21. setzte sich eine 14-jährige Schülerin dazu. Sie hat bis heute nicht aufgehört. Greta Thunberg, 16 Jahre alt, streikt seit 21 Wochen vor dem schwedischen Parlament für eine konsequente Klimapolitik. Die ersten drei Wochen ging sie gar nicht zur Schule, seitdem streikt sie jeden Freitag. Sie will das durchziehen, bis Schweden die Klimaziele des Pariser Abkommens erfüllt, also Maßnahmen für eine Begrenzung der Erderwärmung auf unter zwei Grad ergreift. Inzwischen protestieren auch in Deutschland bundesweit am 18.1. mehrere tausend Schüler*innen für eine bessere Umweltpolitik. Und die jungen Organisatoren der Demonstrationen haben noch mehr vor. Mehr als 30 000 Teilnehmer*innen melden die Organisatoren, allein 3500 Kinder und Jugendliche zählt die Polizei in Freiburg. Auch in Karlsruhe gingen ca. 300 Schüler*innen auf die Straße.