Protestkundgebung in Karlsruhe am Marktplatz, 3.1.2019, 18.00 Uhr

Sofortige Aufnahme der geretteten Geflüchteten an Bord der „Sea-Watch 3“ auf der „Prof. Albrecht Penck“ die seit mehr als 10 Tagen keinen sicheren Hafen anlaufen dürfen.
Es reicht nicht aus, wenn Städte sich zum Sicheren Hafen erklären – jetzt gilt es Druck auf das Innenministerium und die Landesregierung zu machen, damit sie die Geflüchteten ins Land lassen. Auch Karlsruhe muss Geflüchtete aufnehmen und Druck auf die zuständigen Behörden ausüben.
Stoppt das Sterben im Mittelmeer – Stoppt den Wettbewerb der Unmenschlichkeit
Seenotrettung statt Grenzschutz – Fähren statt Frontex
„Auch Karlsruhe liegt am Meer“ – machen wir Karlsruhe zum „Sicheren Hafen“!

Die Situation auf dem Mittelmeer ist unerträglich, menschenverachtend, vergleichbar aber weitaus dramatischer als im Juni des vergangenen Jahres. Seit zehn Tagen finden 32 Menschen an Bord der „Sea-Watch 3“ keinen sicheren Hafen. Die Menschen auf der „Prof. Albrecht Penck“ warten bereits seit vier Tagen. In der gestrigen Nacht hat sich das Wetter rapide verschlechtert. Die Schiffe befinden sich in einer bedrohlichen Lage, ohne dass sie einen sicheren Hafen anlaufen dürfen. Unser Protest hat Wirkung gezeigt: Über 30 Städte haben sich zu sicheren Häfen erklärt. Bereits vier Städte, darunter Berlin, wollen die Menschen aufnehmen.
Menschenleben dürfen niemals zum Spielball machtpolitischer Interessen werden! Menschenrechte sind nicht verhandelbar! Das Bundesministerium des Inneren versperrt sich einer Aufnahme und setzt die Leben der 49 Menschen aufs Spiel. Am 3.1. finden spontan bundesweite Kundgebungen und Protestaktionen statt.
Wir fordern:
Die unverzügliche Aufnahme der Menschen von der „Sea-Watch 3“ und der „Prof. Albrecht Penck“!
Wir fordern sichere Häfen!
Solidarität mit den Menschen an Bord der Schiffe!
Unterstützung und Entkriminalisierung der zivilen Seenotrettung!
Auch die Stadt Karlsruhe ist gefordert.

Gleiche Rechte und Globale Bewegungsfreiheit für alle Menschen!