Wir schweigen nicht – Kommt zur Demonstration am 26.5.2018 um 14.00 Uhr Stephanplatz in karlsruhe zum Internationalen Aktionstag gegen die Invasion ind Rojava

Aufruf zum Internationaler Aktionstag gegen die Invasion der türkischen Armee in Rojava (Nordsyrien) und Südkurdistan (Nordirak) – Samstag 26. Mai 2018
Breaking the silence – wir schweigen nicht! Schluss mit dem Angriff der türkischen Armee auf Rojava (Nordsyrien) und Südkurdistan (Nordirak) – Demonstration in Karlsruhe – Samstag, den 26.5.2018 Auftaktkundgebung Stephanplatz (Postgalerie) 14.00 Uhr

x Wir fordern ein sofortiges Ende des Angriffskriegs und der Bombardierungen der türkischen Armee in Afrin und Rojava !
x Sofortiger Abzug der Besatzungstruppen der türkischen Armee und ihrer verbündeten Djihadistenmilizen aus Ablegern von IS und Al Nusra-Front u.A.!
x Schluss mit ethnischen Säuberungen und Zwangsislamisierungen in AFRIN!
x Jegliche Rüstungsexporte an die Türkei müssen sofort gestoppt werden!
x Die Bundesregierung muss eindeutig Stellung gegen die Invasion beziehen – Menschenrechte sind unverhandelbar – Wer schweigt macht sich mitschuldig – Schluss mit dem „Flüchtlingsabwehrdeal“ mit der türkischen AKP-Regierung !
x Keine Kriminalisierung der kurdischen Freiheitsbewegung
x Das Verbot der Fahnen und Symbole der kurdischen Bewegung und der PYD/YPG/YPJ muss aufgehoben werden!
Karlsruher Bündnis „Hände weg von Afrin – Solidarität mit Rojava“
Beteiligt euch an den Protesten!

Internationaler Aktionstag gegen die Invasion der türkischen Armee
in Rojava (Nordsyrien) und Südkurdistan (Nordirak) – Samstag 26. Mai 2018
Die Regierung Erdoğans hat die kolonialen Ambiti¬onen des türkischen Staates auf ein gänzlich neues Niveau angeho¬ben. Es wird nun auf die Zerstörung aller Errungenschaften der KurdInnen im Süden und Westen Kurdistans abgezielt. Wenn die völlige Zer¬störung nicht möglich ist, möchten sie die kurdi¬schen Gebiete belagern und ersticken. Der türki¬sche Staat hält an seiner uralten Politik gegen die kurdi¬sche Gesellschaft und Kurdistan weiterhin fest. Das Ziel ist es die kurdische Gesellschaft ihren zentralen Rechten zu berauben. Die türkische Staatspolitik gegen die KurdInnen ist umfassender Krieg, Zerstörung und Besatzung.
Erdoğan begann die jüngste Aggression in der kurdi-schen Region der Türkei
Die Regierung Erdoğans hat die Friedensverhand¬lungen abgebrochen und die türkischen Sicher¬heitskräfte haben ihre Aggression in Nordkurdistan (der kurdischen Region in der Türkei) wieder aufge¬nommen. Es wurde eine Welle brutaler Repression und Gräueltaten losgetreten. Dut-zende kurdische Städte wurden belagert, es gibt Tausende von To¬ten sowie Hunderttausende Vertriebene. Hunderte von demokratisch gewählten kurdischen Lokalpoliti¬kerIn¬nen sowie ParlamentarierInnen wurden verfas¬sungswidrig inhaftiert. Tausende weitere AktivistIn-nen befinden sich im Gefängnis.
Die illegale Bombardierung und Invasion des türki-schen Staates in Afrin/Nordsyrien
Die militärische Aggression hat sich in letzter Zeit über die Grenze hinweg ins syrische Territorium erstreckt. Der tür¬kische Staat hat Afrin, eine kurdi¬sche Mehrheitsregion, die eine friedliche Oase in einem kriegszerrütteten Land, eine Zufluchtsstätte und eine Hochburg des demokratisch-konföderalen Projekts war, bombardiert und völkerrechts-widrig besetzt. Diese kriminelle Invasion hat zu Hunderten von Toten und einer weiteren Massenvertreibungs¬welle geführt. Am alamierensten sind die Hinweise auf Pläne für eine umfassende ethnische Säube¬rung der KurdInnen.
Eine mögliche Invasion der Türkei in das ira¬kisch-kur-dische Gebiet
In jüngster Zeit sind die Angriffe auf KurdInnen in der Tür-kei und Syrien durch Luftangriffen noch weiter eskaliert worden. Es gibt zunehmend Anzei¬chen für eine bevorste-hende umfassende Invasion der türkischen Armee in das irakisch-kurdische Ter¬ritorium. Man möchte damit den ein¬zigen Freiheits¬raum in der Region weiter einkreisen und ersticken.
Stoppt die Invasion der Türkei und unterstützt den Kampf für die Freiheit Kurdistans
Der heroische Widerstand von Kobanê gegen die Verbre-cher des IS war ein historischer Wendepunkt. Dieser Wi-derstand hat den hartnäckigen Willen der kurdischen Frei-heitsbewegung, für ihr demokrati¬sches Bündnisprojekt zu kämpfen, der Weltöffent¬lichkeit bekannt gemacht. Ihr de-mokratisches Pro¬jekt bietet die einzig gangbare Alternative zu der anhaltenden Spirale von Gewalt und Tyrannei, die den Nahen- und Mittleren Osten weiterhin ver¬schlingt. Der türkische Staat hat mit Wut auf die Ausbreitung der demo¬kratisch-konföderalen Idee reagiert. Im Zuge von Kobanê hat es die Isolation gegen die kurdische Führungspersön¬lichkeit Ab¬dullah Öcalan verschärft, dessen Haft unter un¬menschlichen Bedingungen auf der Gefängnisinsel Imrali seinem zwanzigsten Jahr näher kommt. Diese bewusste Totalisolation von Öcalan seit dem März 2015 war ein ent-scheidender erster Schritt des türkischen Staates für seine Erklärung des to¬talen Krieges gegen die Kurden.
Brecht das Schweigen gegen die Invasion der Türkei in Kurdistan
Bei der Invasion Afrins öffnete Russland den syri¬schen Luftraum für die türkische Luftwaffe und die dominierenden internationalen Kräfte (die USA und die EU) hüllten sich in Schweigen. Ein ähnliches Schweigen setzt sich nun wäh¬rend der Angriffe des türkischen Staats in Südkurdistan fort. Die internati¬onale Mittäterschaft birgt für die Kurden in allen Teilen Kurdistans die Gefahr von Massakern.
Wir rufen alle internationalen Regierungen und Bündnisse (die UNO, die NATO, die EU, die Arabi¬sche Liga) sowie die demokratischen Völker der Welt dazu auf, sich gegen die türkische Aggression zu stellen.
Wir rufen alle politischen Parteien, Menschen-rechtsorgani¬sationen, Gewerkschaften, AktivistIn¬nen und internationale Institutionen dazu auf, den Kampf für die Freiheit Kurdis¬tans zu unterstützen.
In diesem Sinne geben wir den 26. Mai 2018 als globa-len Aktionstag gegen die türkische Inva¬sion in Rojava (Nordsyrien) und Südkurdistan (Nordirak) bekannt!

ErstunterzeichnerInnen: #DefendAfrin Plattform; Kariane Westrheim, PhD, Vorsitzende EUTCC & Universität Bergen; Rev, Fr. Joe Ryan, Vorsitzender der Westminster Justice and Peace Commission (GBR); Dr. Thomas Jeffrey Miley, Dozent für Politische Soziologie, Universität Cambridge; Federico Venturini Fakultät für Geographie, Universität Leeds (Italien); Ulla Sandbæk, Mitglied des Parlaments der Parlamentari¬schen Versammlung des Europarates, Fraktion der Vereinigten Europäischen Linken; Miren Gorrotxategi Azurmendi, Senador von Unidos Podemos por Bizkaia (Baskenland); Estella Schmid, CAMPACC (Kampagne gegen die Krimi¬nalisierung von Gesellschaften); Kurdischer Demo¬kratischer Gesellschaftskongress Europa (KCDK-E); EU-Bürgerkommission zum Thema Türkei (EUTCC); Peace in Kurdistan (GBR); Kurdistan National Kon¬gress Kongress (KNK); Kati Engel, Abgeordnete des Thüringer Landtages, Fraktion DIE LINKE; Kerem Schamberger, Wissenschaft¬licher Mitarbeiter am Institut für Kommunikationswissenschaft und Medienfor¬schung, LMU München, stellv. Vorsitzender des isw.; Prof. Dr. med. Dipl. Soz.-päd. Gerhard Trabert; Dr. Dr. Dario Azzellini, Sozialwissenschaftler, Autor und Filmemacher; Gemeinsam kämpfen – feministische Kampagne für Selbstbestimmung und Demokratische Autonomie; Hartmut Ring, PädagogInnen für den Frieden, Hamburg; Städtefreundschaft Frankfurt-Kobane e.V.; Kampagne TATORT Kurdistan; Prof. Dr. Hans Haußmann; Leander Sukov, Schriftsteller, Publizist, Ochsenfurt; Dr Wolfram Elsner, Professor of Economics, University of Bremen, Business Studies & Economics (retired); Volker Jung, DKP Saarland; Janet Biehl, Autorin, Übersetzerin (Revolution in Rojava) und Künstlerin, USA; Feministische Partei DIE FRAUEN; Paul Stern, DGB-Kreisvorsitzender Celle; Tomasz Konicz, Autor und Journalist; Arbeitskreis Asyl Cuxhaven e.V.; Black Mosquito, anarchistisches Kollektiv Flensburg; Dr. Michael Wilk, Arzt, Wies¬baden; Joachim Legatis, Bundesvorstand Deutsche Journalisten-Union in Verdi; Claus Schreer, Münchner Bündnis gegen Krieg und Rassismus; Piratenpartei Berlin; Karsten Schuster, Künstler; Freund*innen der kurdischen Freiheitsbewegung, Braunschweig; DIE LINKE. Oberhausen; Afrin-Widerstandskomitee Berlin; Bündniss “Hände weg von Afrin”, München; Kurdistan Solidaritätskomitee Bremen; GRÜNE JUGEND Göttingen; Christian Zeller, Professor für Wirtschaftsgeographie, Universität Salzburg; Chris¬tian Katz, Lehrer, GEW – Nds. Landesaus¬schuss für Migration, Diversität und Antidiskriminie¬rung;Unterflugs – Universität der Künste Berlin; Antifaschistische Linke Jugend Berlin; Solidaritätsko¬mitee Rojava Kassel; Verein Städtefreundschaft Oldenburg-Efrîn, Oldenburg; Linksjugend [‘solid] Braunschweig; Prof. Dr. Aram Ziai, University of Kassel Faculty of Social Sciences; Oldenburger Frie¬densbündnis Infos: http://civaka-azad.org