Hände weg von Afrin – Solidarität mit Rojava – Kundgebung Do 15-3-2018 von 18-19 Uhr Karlsruhe Kaiserstr.-Ecke Waldstraße

Stoppt den Angriffskrieg der türkischen AKP-Regierung gegen die Demokratische Föderation Nordsyrien (Rojava) – Stoppt den Bombenterror gegen die Bevölkerung in Afrin / Nordsyrien! Solidarität mit Rojava!
Kommt zur Kundgebung in Karlsruhe
Donnerstag 15.3.2018 von 18 Uhr bis 19 Uhr Kaiserstraße / Ecke Waldstraße
Auf einem Koordinationstreffen wurde ein Karlsruher Bündnis „Hände weg von Afrin – Solidarität mit Rojava“ gebildet, das ab 15.03. jeden Donnerstag 18 Uhr bis 19.00 Uhr eine Kundgebung in der Innenstadt Waldstraße / Ecke Kaiserstraße durchführt, um über die aktuelle Entwicklung (Medien und Bevölkerung) zu informieren.Nächste Termine: Donnerstags, 15.3., 22.3. und 29.3.2018 jeweils 18-19 Uhr
Achtet bitte auf aktuelle Medienberichte und Solidaritätsaufrufe. Akuelle Infos erhaltet Ihr u.A. bei der kurdischen Nachrichtenagentur anfdeutsch.com und civaka-azad.org

Nach aktuellen Medienberichten hat die türkische Armee, und die mit ihr verbündeten islamistischen Milizen aus Mitglieder von IS, AL Nusra und Al Kaida die Stadt AFRIN weitgehend eingeschlossen. Afrin Stadt wird aus der Luft und mit schwerer Artillerie bombardiert. Die Türkei setzt chemische Waffen gegen Zivilisten ein. Sie hat mehrere Dörfer mit verbotenen Waffen angegriffen. Wegen andauernder Luftangriffe und Bombardierungen sind Tausende von Zivilisten sind gezwungen worden, ihre Dörfer zu verlassen und im Stadtzentrum von Afrin Zuflucht zu suchen.
Wasser und Strom sind in Afrin von der Türkischen Armme unterbrochen worden
Nun hat die Belagerung des Zentrums von Afrin begonnen, die türkische Armee zielt vor allem auf die Infrastruktur ab, um die Evakuierung der Anwohner zu erzwingen. Auch Wasserwerke, Bäckereien, Strom- und Telefonanschlüsse sind von den türkischen Angriffen betroffen. Seit der Belagerung der Anlage am Meydankê-Dam in Afrin gibt es keine Wasser- und Stromlieferungen mehr. Den Vereinten Nationen zufolge unterbricht die Türkei bereits seit einer Woche die Wasserversorgung für die Stadt.
Dies ist ein Kriegsverbrechen – doch die Bundesregierung schweigt dazu. Zur Zeit gibt es in Afrin auch keine internationalen Journalisten mehr, die über die Verbrechen der türklischen Armee und ihrer Verbündeten berichten könnten.
Die Kurden in Afrin stehen nun vor der Gefahr, zu Opfern einer ethnischen Säuberungskampagne zu werden, bei der sie gänzlich aus Afrin vertrieben werden. In Wirklichkeit ist diese Enklave historisch gesehen hauptsächlich von Kurden besiedelt, aber am Tag nach der Invasion erklärte Erdogan, die Türkei beabsichtige, “Afrin seinen rechtmäßigen Besitzern zurückzugeben”! Es ist klar, dass der türkische Präsident Erdogan eine Kampagne gegen alle Kurden gestartet hat.
Erdogan hat Spezialeinheiten für den Häuserkampf nach Afrin verlegt. Nach Afrin würden auch die Städte Manbidsch, Kobane, Tal Abjad, Ras al-Ain und Kamischli „von Terroristen gesäubert“ kündigte Erdogan in einer in der südlichen Stadt Mersin gehaltenen und im Fernsehen übertragenen Rede an.
Die türkische Regierung hat nun die Ausweitung ihres Angriffskriegs auf den Nordirak angekündigt. Nach Meldung der kurdischen Nachrichtenagentur anf news hat die Autonomieverwaltung von Efrîn den UN-Sicherheitsrat dazu aufgerufen, Massaker der türkischen Besatzungsarmee an der Zivilbevölkerung zu verhindern.
Akuelle Infos erhaltete Ihr bei anfdeutsch.com und civaka-azad.org

★ Spenden für Nothilfe in Afrin – medico international
Die Türkei greift den kurdischen Kanton Afrin an. medico unterstützt die medizinische Nothilfe vor Ort. Hilfe wird dringend benötigt.
Die Ärzte des Krankenhauses in Afrin befürchten eine humanitäre Tragödie. „Wir haben nicht genug Medikamente. Wir tun was wir können, aber bald sind unsere Vorräte aufgebraucht“, sagt Khalil Sabri Ahmed. Der örtliche Gesundheitsrat bittet medico international dringend um Unterstützung für die medizinische Nothilfe.
Spendenkonto: medico international, IBAN: DE21 5005 0201 0000 0018 00,
BIC: HELADEF1822, Frankfurter Sparkasse – Stichwort „Nothilfe Rojava“

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★ Stoppt den Angriffskrieg der türkischen AKP-Regierung gegen die Demo-kratische Föderation Nordsyrien (Rojava) ★ Solidarität mit Rojava! ★ Stoppt den Bombenterror gegen die Bevölkerung in Afrîn / Nordsyrien!
Seit dem 20.01.2018 bombardiert die türkische AKP-Regie-rung mit Artillerie und Luftwaffe die Bevölkerung im Kanton Afrin in Nordsyrien. Afrîn war eine der letzten Regionen in Syrien, die in fast 7 Jahren Krieg kaum zerstört wurde, und die vielen Menschen, die vor dem Krieg geflohen sind, Zu-flucht geboten hat.
In Zusammenarbeit mit islamistischen Söldnertruppen will die Erdogan-Regierung ausradieren, was dort und in den ande-ren Kantonen Rojavas als ein politisches System demokrati-scher Selbstverwaltung entstand. Die Bevölkerung organi-siert sich in eigenen Versammlungen und Räten, um ihr Le-ben über z.B. ethnische und religiöse Unterschiede hinweg gemeinsam zu gestalten. Die Frauen spielen dabei eine zent-rale Rolle: Sie organisieren sich in allen Bereichen eigen-ständig und sind maßgeblich an der Gestaltung des Ge-meinwesens beteiligt. Die kurdischen Selbstverteidigungs-kräfte haben auch eine wesentliche Rolle in der Bekämpfung des IS und der Befreiung vieler Städte und Dörfer vor seiner Schreckensherrschaft gespielt.
Im Norden Afrîns finden zur Zeit schwerste Gefechte zwi-schen den Selbstverteidigungseinheiten der multiethnischen Bevölkerung und der türkischen Armee und den Islamisten statt. Die Kräfte der YPG/YPJ leisten erbitterten Widerstand und versuchen unter größter Opferbereitschaft den Vor-marsch der Invasoren abzuwehren. Erdogan hat angekün-digt, dass die Besatzung Afrîns nur der erste Schritt in einem umfassenden Vernichtungsfeldzug gegen ganz Rojava und die gesamte Demokratische Föderation Nordsyrien sein soll.
Die im Parlament vertretene prokurdische HDP rief zu Soli-darität mit Afrîn auf. Erdoğan konterte mit einer Warnung an die Bevölkerung in der Türkei, „der Nation nicht in den Rü-cken zu fallen“. Wer protestiere, werde gestellt: „Ihr werdet auf Schritt und Tritt verfolgt.“ Laut Medienberichten wurden und werden alle verfolgt und wegen „Terror-Propaganda“ verhaftet, die Kritik an dem Einmarsch üben, unter ihnen viele HDP-Politiker. Eine Pressekonferenz der HDP in Diyar-bakir gegen den Einmarsch wurde von Paramilitärs aufgelöst
Die russische Regierung und auch die US-Regierung verfol-gen in Syrien ihre eigenen strategischen Ziele. Ein Angriff der türkischen Armee in dieser Form war wohl nur möglich wenn diese ihre Zurückhaltung im Vorhinein signalisiert haben. Offensichtlich hat die US-Administration dem NATO-Partner Türkei grünes Licht gegeben – auch Nichtverhalten ist aber eine Form der Unterstützung! Kurz vor der Intervention der türkischen Armee in Afrin, hat der türkische Staat die Internet- und Mobiltelefonverbindungen in der Region kappen lassen. Die Bewohner Afrins befürchten, dass die Türkei damit beabsichtige, die Veröffentlichung von Massakern an Zivilisten durch das türkische Militär zu unterbinden. (Quelle: ANHA) Das türkische Religionsministerium Diyanet, dessen Teil auch die in Deutschland operierende DITIB ist, gab den Befehl aus, dass mit dem Beginn der Operationen auf Afrîn in allen Moscheen die als Eroberungssure bekannte Feth Sure verlesen wird. Darin ist von Krieg, Eroberung und Beute an den Ungläubigen die Rede. Der Direktor der türkischen Religionsbehörde Prof. Dr. Ali Erbaş predigte dazu in der Haci Bayram: „Mein Gott, sorge für die Si-cherheit unseres Vaterlandes, für die Ruhe unserer Nation und lass im Sinne von Frieden und Wohlstand die von unseren helden-haften Sicherheitskräften und mutigen Soldaten begonnene Ope-ration erfolgreich sein. Und hilf unserem glorreichen Heer mit dei-ner göttlichen Kraft.“ Quelle: ANF
Protest der Bundesregierung? Fehlanzeige !
Seit Anfang Januar 2018 hat der türkische Außenminister Cavusoglu den deutschen Außenminister Gabriel mehrfach getroffen. Seitdem ist allenthalben von einem Neuanfang in den deutsch-türkischen Beziehungen die Rede. Kein Wort des Außenministers zu den Zehntausenden, die in der Türkei ohne Anklage in Haft sind, u.a. weil sie die Unterstützung des IS durch die türkische Regierung aufgedeckt haben… In den letzten Monaten gab es einen Vielzahl von Waffenexportge-nehmigungen – wohl als Vorleistung für die Freilassung von Deniz Yükcel, auch wenn dies bestritten wird. Der hach ei-nem Jahr Haft mittlerweile freigelassene Welt-Journalist Dehiz Yükcel hat jedoch in einem dpa-Interview noch wäh-rend seiner Haft erklärt, dass er nicht aufgrund eines schmutzigen Deals, wie zB Waffenlieferungen an die Türkei als Gegenleistung, oder Auslieferung türkischer Oppositionel-ler an die Erdogan-Regierung, freigelassen werden will. Die türkische Armee setzt bei ihrer Offensive in Syrien auch deutsche Panzer ein. (spiegel.de 22-1-2018) Die türkischen Streitkräfte nutzen bei ihrer Offensive in der nordsy-rischen Region Afrin auch deutsche Panzer vom Typ Leopard 2 A4. Entsprechende Fotos wurden unter anderem von der staatli-chen türkischen Nachrichtenagentur Anadolu verbreitet. Die Türkei hatte in den Neunzigerjahren rund 400 Panzer vom Typ Leopard 1 und im Jahre 2009 noch einmal rund 350 Fahrzeuge vom Typ Leopard 2 aus Deutschland bekommen.
Während in Deutschland vermeintliche Gebietsverantwortli-che der kurdischen Arbeiterpartei PKK idR zu 3 bis 4 Jahren Haft verurteilt werden, obwohl sie keinerlei Straftat begangen haben – nur weil die PKK auf Wunsch der türkischen Regie-rung auf der sog. „Terrorliste“ steht – ist die Bundesregierung beim Terror der türkischen Erdogan-Regierung gegen die Bevölkerung in Nordsyrien lediglich „besorgt“, und fordert nicht etwa das Ende des völkerrechtswidrigen Angriffskriegs und der Bombardierungen. Sie ruft lediglich alle Seiten zur „Zurückhaltung“ auf und macht sich auch damit mitschuldig.
Die Reaktionen des Auswärtigen Amtes auf den Krieg der türkischen Regierung sind ein Skandal, zumal die Bundes-regierung durch die Lieferung von Leopard-Panzern und anderer Militärausrüstung für den Angriff mit verantwortlich ist.
Auch viele Medien und auch einzelne deutsche Regierungs-vertreter haben einfach den Sprachgebrauch und die „Deu-tungshoheit“ der türkischen Regierung übernommen. Das deutsche Außenministerium hat den Angriffskrieg des Erdo-gan Regimes gegen Rojava durch Nichtverhalten faktisch ge-billigt und legitimiert. Und das deutsche Innenministerium flankiert diesen Krieg, indem es als willfähriger Handlanger des Erdogan-Regimes Demonstrationen gegen den Angriffs-krieg des NATO-Partners verbietet, wie in Mannheim oder Hannover oder auflöst wie in Köln, und kriminalisiert die kur-dische Freiheitsbewegung und ihre Organisationen. Das Zeigen der Fahnen der YPG und der YPJ wird an vielen Or-ten ebenfalls verfolgt, konnte aber oft durchgesetzt werden.
Offensichtlich ist das Zeigen einer kleinen YPG-Fahne ein Straftat, die erbarmungslos verfolgt werden muss. Der Bom-benterror gegen die Bevölkerung und die Ermordung der Menschen in Nordsyrien aber für die deutsche Bundesregie-rung, wenn überhaupt, allenfalls „Grund zur Besorgnis“.
Um den schmutzigen „Flüchtlingsdeal“ mit der Türkei auf-rechtzuerhalten, schweigt die Bundesregierung in der Regel zu den zehntausenden inhaftierten Journalist_innen, Anwält_innen, Oppositionspolitiker_innen. „In Afrin wird nicht nur eine Stadt bombardiert, die Bomben der türkischen Armee sollen die Errungenschaften dieser Revolution vernichten. Das gesellschaftliche Projekt des Demokratischen Konföderalismus basiert auf den Prinzipien von Frauenbefreiung, Ökologie und einer radikalen Demo-kratie. (…) Schließt euch in euren Städten und Vierteln zu Internationalistischen Widerstandskomitees zur Verteidigung Afrins zusammen und baut breite Bündnisse über alle Gren-zen hinweg auf. So wie wir uns während Kobanê in flexiblen Solidaritätskomitees und Bündnissen zusammengefunden, haben müssen wir jetzt den gemeinsamen Widerstand auf diese Weise koordinieren.” http://navdem.com heißt es in einer Erklärung des größten kurdischen Dach-verbands in Deutschland NAV-DEM. Diesen Ausführungen schließen wir uns an.
Türkische Soldaten bereiten sich in der Provinz Hatay mit ihren Panzern des Typs Leopard 2A4 auf den Einsatz vor. (Foto: dpa) SZ
Im Krieg stirbt zuerst immer die Wahrheit: Der türkische Premierminister gab den Vertretern der türkischen Medien in einem heutigen Treffen in einem 15-Punkte umfassenden Papier be-kannt, wie sie über den Krieg in Afrin zu berichten haben. An dem hoch-rangigen Treffen nahmen auch der Vizekanzler Bekir Bozdağ, der Ver-teidigungsminister Nurettin Canikli, der AKP-Vizevorsitzende Mahir Ünal und der Staatssekretär Fuat Oktay teil. Im Folgenden veröffentlichen wir einen Auszug aus den 15 Punkte um-fassenden Vorgaben: – Im Vordergrund der Berichterstattung solle stehen, dass die Operation zum Schutz der Zivilbevölkerung stattfinde. – Man solle vorsichtig mit ausländischen Quellen umgehen, da sie Türkei feindliche Nachrichten verbreiten würden. – Bei der Verbreitung ausländischer Nachrichtenquellen solle stets das nationale Interesse im Vordergrund stehen. – Stets solle betont werden, dass die türkische Armee mit größter Vor-sicht in Bezug auf die Zivilbevölkerung vorgehe. – Nicht nur die PKK und PYD sollen als Ziel der Operation dargestellt werden. Auch der Islamische Staat solle als Operationsziel dargestellt werden. – In der Berichterstattung solle betont werden, dass sich türkische Sol-daten nicht in Lebensgefahr befänden. – Stets solle betont werden, dass die Operation mit türkischen Waffen durchgeführt werde. – Es sollen keine Aufnahmen verbreitet werden, die türkische Soldaten in Gefahr zeigen. – Es solle nicht über Proteste in der Türkei gegen die Angriffe auf Afrin berichtet werden. – Es solle allergrößte Vorsicht bei der Berichterstattung über getötete türkische Soldaten an den Tag gelegt werden. – Die ausländische Berichterstattung über die Afrin-Operation solle nicht übernommen werden. – Menschen, die sich negativ über die Operation äußern, sollen in den türkischen Medien kein Gehör finden. – Es sollen keine Nachrichten veröffentlicht werden, welche die PKK oder PYD bestärken könnten. – Die Medien sollen sich der Regierung und der von der AKP damit beauftragten Verantwortlichen Bekir Bozdağ und Mahir Ünal bedienen, um an Informationen über die Operation zu gelangen. Quelle: ANF, zitiert nach civaka-azad.org
Stoppt die Bombardierungen und den Angriffskrieg gegen die Bevölkerung in Afrin /Nordsyrien!
Verhindern wir die Lieferung von Waffen in die Türkei !
Die Bundesregierung muss Druck auf die türkische Regierung ausüben, den Krieg sofort zu beenden !
Wir fordern die sofortige Streichung der PKK von der Terrorliste und die Aufhebung der strafrechtlichen Verfolgung des Zeigens der Embleme und Fahnen der kurdischen Bewegung und der YPG / YPJ ! Aktuelle Infos der kurdischen Nachrichtenagentur: anfdeutsch.com
il Karlsruhe