Ester Bejarano und Microphone Mafia in Karlsruhe – „la vita continua“ – Freitag, 15.7.2016 – 20.30 Uhr Großer Saal Jubez

veranstaltet vom jubez in Zusammenarbeit mit AKI Karlsruhe, Aktion Kollektiv Theatral (AKT), GEW Kreis Karlsruhe, iL Karlsruhe, ver.di Mittelbaden-Nordschwarzwald, OAT Karlsruhe, VVN Karlsruhe | Freitag, 15.07.2016 20:30 Uhr – Eintrittspreis: 11 € – ermäßigt 8 € – Tickets und Plakate u.A. bei AKI und bei iL Karlsruhe erhältlich
Esther Bejarano wird 1943 in das KZ Auschwitz verschleppt. Dort spielt sie als 15jährige im Mädchenorchester. Sie muss morgens und abends den Zug der Arbeitskolonnen musikalisch „begleiten“, später die Zugtransporte mit den ankommenden Häftlingen „begrüßen“. Sie wird dann ins KZ Ravensbrück verlegt. Von dort auf den Todesmarsch geschickt, gelingt ihr die Flucht. Esther ist Ehrenvorsitzende der VVN/BdA und Trägerin des Bundesverdienstkreuzes.
Zum Concert: Orient trifft Okzident, die Jüdin den Moslem, die Atheistin den Christen, Süd trifft Nord, alt trifft jung, Frau trifft Mann, Tradition trifft Moderne, Widerstand trifft RAP, Herz trifft Verstand, ausdrucksstarke Stimmen treffen auf geniale Musiker, die Familie Bejarano trifft Microfone Mafia – und alle arbeiten gemeinsam miteinander gegen Rassismus – für das Leben. Ein Leben, für das es sich lohnt zu kämpfen.
Esther Bejarano hat Auschwitz und Ravensbrück überlebt. Sie singt für das Leben und die Freiheit, sie singt, wie es weitergehen kann, auch wenn der Mensch nicht mehr weiß wie. Aufrecht und selbstbewusst wird eine Kraft erzeugt, die alle Generationen ansteckt und überzeugt: Für den Frieden – Für das Leben – Für den Kampf gegen die Nazis.
Esther Bejarano erinnert an die Opfer des NSU, Flüchtlinge, die rassistisch bedroht und angegriffen werden, und die Opfer der Kriege auf der Welt. »Es ist Zeit für einen Aufschrei von uns allen, einen unüberhörbaren, lauten Aufschrei, der bis in den letzten Winkel unseres Landes und der ganzen Welt widerhallt«, empört sich die 91jährige. »Darum sage ich: der Satz ›Wehret den Anfängen‹, ist längst überholt! Wir sind mittendrin!«