AKW-Abriss Philippsburg: Wie viel Strahlung darf es sein? Philippsburg II abschalten -– Atommüll stoppen!

Demonstration zum Atomkraftwerk am Sonntag, 26.04.2015, Tschernobyl Jahrestag, 13 Uhr, Marktplatz Philippsburg, Abfahrt aus Karlsruhe: Mit dem Fahrrad: 10.00 Uhr Karlsruhe – Platz der Grundrechte (Marktplatz Karlsruhe / Durchgang zum Schloss) xxx Mit der Bahn: Treffpunkt: Karlsruhe HBF unter der Anzeigetafel 11.50 Uhr – Abfahrt: 12.08 Uhr Karlsruhe Hbf, Gleis 1, Regionalexpress RE 4474 – Ankunft Philippsburg : 12:28 Uhr – 13 Uhr Beginn Auftaktkundgebung am Marktplatz in Philippsburg
Mehrere Anti-Atom-Initiativen aus Südwestdeutschland rufen am Tschernobyl-Jahrestag zu einer Demonstration zum Atomkraftwerk in Philippsburg auf:
In Philippsburg zeigt sich auf mehreren Ebenen das Dilemma der deutschen Atompolitik. Der unverantwortliche Umgang mit Atommüll, die Gefährdung durch den weiteren AKW-Betrieb von Block II, die Gesundheitsrisiken mit dem geplanten AKW-Abriss von Block I führen in Philippsburg – wie überall – zu Protest und Widerstand.
RADIOAKTIVITÄT LÄSST SICH NICHT ABSCHALTEN!
Die EnBW und die Landesregierung wollen in Philippsburg und in Neckarwestheim den raschen Abriss und behaupten, dies wäre gefahrlos möglich. Das ist unwahr. Durch den Abriss wird Radioaktivität in die Luft, den Boden und das Wasser freigesetzt. Freigegebenes und freigemessenes Abrissmaterial darf unkontrolliert verteilt werden. So kommt das radioaktive Material von Atomkraftwerken und Forschungseinrichtungen in unserem Alltagsleben an. Diese gesundheitsgefährdende Praxis lehnen wir ab. Sie dient nur der Kostenminimierung der Atomkonzerne. Bis zur Klärung des langfristigen weiteren Umgangs mit dem Atommüll verbleibt er dort, wo er gerade ist und wird dort entsprechend gesichert. „Freimessen“ muss wie in Frankreich verboten werden! Ökonomische Interessen dürfen nicht Vorrang vor Sicherheit haben. Infos: www.philippsburg-abschalten.de
Philippsburg II abschalten – keine weiteres Tschernobyl
Auch im Normalbetrieb werden permanent radioaktive Partikel und radioaktive Gase abgegeben. In Langzeitstudien wurde ein erhöhtes Krebs- und Leukämierisiko durch AKWs nachgewiesen. Wer das Risiko der Atomkraft ausschalten will, insbesondere mit Blick auf das Desaster in Tschernobyl, muss Block 2 des AKW Philippsburg sofort abschalten, ebenso wie die bundesweit 8 weiteren noch in Betrieb befindlichen Atomkraftwerke und alle industriellen Atomanlagen. Vorrangiges Ziel muss der Schutz der Biosphäre vor radioaktiven Emissionen sein.
Kein Atommülltourismus!
In den nächsten Jahren stehen wieder CASTOR-Transporte aus den Plutoniumfabriken in Frankreich (5 Behälter) und England (21 Behälter) an. Die grün/rote Landesregierung in Baden-Württemberg hat schon die Bereitschaft signalisiert, die 5 CASTOREN aus La Hague nach Philippsburg transportieren zu lassen. Seit Jahrzehnten besteht der offizielle Umgang mit hochradioaktivem Atommüll aus unverantwortlichen Scheinlösungen. Die bisherige „Endlagersuche“ ist gescheitert, Gorleben nicht geeignet. Das Standortlager in Philippsburg, in das die CASTOREN verbracht werden sollen, ist nur für 40 Jahre genehmigt, ein Zeitraum, der nie und nimmer ausreicht, die bestehenden Endlagerpläne für hochradioaktiven Mülls in Deutschland umzusetzen. Das bestehende Endlagerkonzept hält einer kritischen Überprüfung nicht Stand. Jeder CASTOR-Transport hat eine hoch gefährliche Fracht und stellt ein Sicherheitsrisiko dar. Auch deshalb lehnen wir die Rücktransporte deutschen Atommülls aus französischen und britischen Atomanlagen ab und kündigen unseren aktiven Widerstand an.
ATOMMÜLL WOHIN?
Seit Jahrzehnten besteht der offizielle Umgang mit hochradioaktivem Atommüll aus unverantwortlichen Scheinlösungen. Die bisherige „Endlagersuche“ ist gescheitert. Als „Entsorgungsnachweis“ galt der Transport in die Plutoniumfabriken in Frankreich und England, die zentralen Zwischenlager Gorleben, Ahaus und Lubmin und seit 2005 die Standortzwischenlager. Die Genehmigung der Lagerung von 152 Castoren in Philippsburg ist zeitlich befristet – und danach?
ATOMAUSSTIEG SOFORT! KEINE WEITERE PRODUKTION VON ATOMMÜLL!
Philippsburg II, bundesweit 8 weitere AKW, sowie Atomanlagen und Forschungseinrichtungen gefährden Leben und Gesundheit. Auch im Normalbetrieb werden permanent radioaktive Partikel und radioaktive Gase abgegeben. In Langzeitstudien wurde ein erhöhtes Krebs- und Leukämierisiko durch AKW nachgewiesen. Wir fordern, unsere Gesundheit zu schützen und nicht die Atomindustrie! Keine weitere finanzielle Unterstützung für Atomforschung und Atomexporte!
DEZENTRALE, REGENERATIVE ENERGIEWENDE JETZT!
Bereits 30 % der Stromproduktion kommt aus regenerativen Energien. EnBW, RWE, E.ON und Vattenfall gehören nicht einmal 10 % der neuen Anlagen, ihr bisheriges Geschäftsmodell wackelt. Die Stromproduktion aus Atom und Kohle hat keine Zukunft mehr. Durch Lobbyarbeit der Energiekonzerne soll die dezentrale Energiewende ausgebremst werden. Es ist an uns, die Energiewende gegen die Konzerne und ihre politischen Helfer durchzusetzen.
Wir wollen dezentrale und regionale Projekte fördern und vernetzen!
Philippsburg II abschalten! Atommüllproduktion stoppen!

Weitere Infos: www.philippsburg-abschalten.de
Anti-Atom-Ini Karlsruhe

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Kein Atommülltourismus!
Sofortige Stilllegung aller Atomanlagen – weltweit