Kein Aufmarsch am 31.3. von Pegida, Hogesa, Kargida und Co in Karlsruhe und auch sonst nie!

Protestaktionen gegen Kargida, Pegida, Rassisten und Neonazis in Karlsruhe am 31.3.2015
Am Dienstag, den 31. März findet um 19.00 Uhr am Europaplatz eine weitere Kundgebung des Bündnis gegen Rechts gegen einen in Karlsruhe geplanten Marsch von Pegida und Co statt. Bringt Trillerpfeifen, Trommeln, Töpfe oder Instrumente mit. Alles, was Krach macht, ist willkommen. Das Antifaschistische Aktionsbündnis Karlsruhe (AAKA) ruft zu Mahnwachen an verschiedenen Orten in der Stadt in der Nähe des Stephansplatz auf. Kommt um 16.00 Uhr zum Stephanplatz . Beteiligt Euch an den Protestaktionen!
Wehret den Anfängen gegen rassistische Hetze. Nachdem bereits am 24.2., am 3.3. , am 10.3. und am 23.3. ca 150 bis 200 Personen, darunter viele stramme Neonazis und und Rassisten, durch Karlsruhe marschieren konnten, beschützt von einem großen Polizeiaufgebot, haben Pegida und Co für weitere Dienstage weitere Märsche in Karlsruhe angemeldet. Ca. 700 – 1000 AntifaschistInnen und AntirassistInnen waren bislang leider noch zu wenig, um dem Spuk ein Ende zu bereiten. Kommt massenhaft, um dem Spuk endlich zu beenden – zeigen wir PEGIDA und Co was wir von ihrem Rassismus und ihrer Islamfeindlichkeit halten! Achtet auf weitere Ankündigungen!
Rechten Hetzern keine Basis bieten!

Es reicht! Basta! It`s enough!
Es gibt kein Recht auf Nazipropaganda und rassistische Hetze!
No Kargida! Lasst uns laut, bunt und widerständig sein!

Am Dienstag, den 31.3.2015 findet nun bereits zum vierten Mal eine Kundgebung und „Spaziergang“ unter dem Namen „Kardiga“ in Karlsruhe statt. Unter diesem Namen sammeln sich in Karlsruhe vor allem Hooligans und Nazis um ihre menschenverachtende Propaganda zu verbreiten. Es handelt sich nicht wie von BNN und den bürgerlichen Parteien verbreitet um „besorgte Bürger“ deren „Meinungen und Ängste ernst genommen werden müssen“. Man muss nur richtig zuhören: Gehetzt wird gegen Muslime, Ausländer, Linke und Homosexuelle. Da wird offen dazu aufgefordert diese „Feinde des deutschen Volkes“ zu bekämpfen und ihnen die Daseinsberechtigung in der BRD abgesprochen. SOS-Racisme hat in Frankreich wegen solcher Aussprüche von VertreterInnen des „Front National“ Strafanzeige wegen Volksverhetzung erstattet. Und um nichts anderes geht es auch bei den von Kardiga verbreiteten Hetztiraden.
Und wie reagieren Vertreter der Stadt Karlsruhe? Bereits bei der ersten Gegenkundgebung am 26.1.2015 hatte OB Mentrup nichts Besseres zu tun als den Versuch zu starten, das breite Bündnis gegen Kargida zu spalten. Diese Linie setzt sich fort. Ausgerechnet bei einer der ersten Veranstatlungen der „Wochen gegen Rassismus“ grenzte sich gegen antifaschistische und antirassistische AktivistInnen ab und diskrediert deren Protestaktionen. Da passt es dann ins Bild, dass man sich wegen der angeblichen „Weltoffenheit“ und „Willkommenskultur“ in Karlsruhe selbst auf die Schulter klopft und Rassismus, Ausgrenzung und Benachteiligung gegenüber Menschen in der Stadt, die nicht zu den im kapitalistischen Sinne geforderten „Leistungsträgern“ gehören (racial profiling bei Polizeikontrollen und der VBK, Ausländerbehörden, Wohnungsvergabe, Abschiebepraxis Regierungspräsidium, Sozialleistungen unterhalb des Existenzminimums wegen Leistungskürzungen usw.) locker übergeht.
Wir fordern von der Stadt Karlsruhe und dem Gemeinderat ein klares politisches Signal gegen die Kardiga-Hetze! Kennzeichnenderweise fordert die BNN wie auch die CDU, ein härteres Vorgehen der Polizei, nicht gegen Hooligans und Nazis, sondern gegen Antifaschisten und Antirassisten. Unterstützt wird damit eine Polizeitaktik, die in den menschenverachtenden Reden und volksverhetzenden Tiraden der Kardiga-Anhänger keine Eingriffsgrundlage sieht, aber es als gerechtfertigt erachtet, grundlos gegen Gegendemonstranten mit Schlagstöcken, Platzverweisen und Pfeffersprayeinsätzen vorzugehen. Folgerichtig bedanken sich die Kargida-Hetzer bei der Polizei für ihr Vorgehen.
Uns reicht es jetzt! Wir wollen keine weiteren Kardiga-Aufmärsche mehr. Wir haben deshalb auch kein Verständnis für Spaltungsversuche des Widerstandes gegen die rechte Hetze von Kardiga. Wir wissen, dass wir viele sein müssen, um Naziaufmärsche – auch unter dem Deckmäntelchen Kardiga – zu verhindern.
Vor zwei Jahren gelang es dem Bündnis AAKA, zusammen mit vielen UnterstützerInnen, einen Naziaufmarsch in Karlsruhe zu verhindern. Wir haben einfach mit sehr vielen Menschen die Straßen und Plätze rund um den Bahnhof besetzt und den Rassisten und Nazis keinen Meter gegönnt. Das ist erneut unser Ziel!!!!! Wir müssen am Dienstag den 31.3.2015 noch mehr sein als bisher. Auch wenn es lächerlich klingt, wenn 150 Rechte brüllen „Wir sind das Volk“ , ist den Anfängen zu wehren.
Lassen wir uns nicht spalten, von wem auch immer. Wir stehen für eine gesellschaftliche Alternative jenseits von Ungleichheit und Ausbeutung. Wir bekämpfen alle Formen des Rassismus und Sexismus. Wir treten ein für die Aufhebung aller Sondergesetze für Nicht-Deutsche, gleiche soziale Rechte, ein gutes Leben für alle Menschen und globale Bewegungsfreiheit. In diesem Sinne: Wir sehen uns am 31.3. in der Innenstadt.
Pegida, Kardiga un Co haben ihre Kundgebung/Demo um 19.30 Uhr am Stephansplatz angemeldet. Das Karlsruher Bündnis gegen Rechts hat für 19.00 Uhr eine Kundgebung am Europaplatz angemeldet. Wir sollten aber bereits wesentlich früher vor Ort sein!!!!!!! Das Antifaschistische Aktionsbündnis Karlsruhe hat bereits ab 16.00 Uhr Mahnwachen am Stephansplatz und an einigen Orten in der Nähe angemeldet. Lasst uns laut und kreativ sein! Geben wir den Hetzern von Kardiga weder auf der Straße noch akustisch einen Meter. Kommt mit Rasseln, Pauken, Trompeten, Topfdeckeln, Vuvuzeelas!
Interventionistische Linke – IL Karlsruhe

Pressemitteilung des Bündnis gegen Rechts:
Die Gegenkundgebung, zu der ein breites gesellschaftliches Bündnis aufruft läuft unter dem Motto:
„Für ein vielfältiges, weltoffenes und solidarisches Karlsruhe – Vielfalt willkommen!
Wir wollen ein vielfältiges, weltoffenes und solidarisches Karlsruhe, das Menschen unterschiedlicher Herkunft ein Zuhause bietet. Das friedliche Zusammenleben wird bedroht von Gruppierungen, die rassistische Hetze betreiben, auf unbegründete Ängste bauen und sie schüren.
Wir wenden uns gegen diejenigen, die sich für „das Volk“ halten und Menschen unter anderem aufgrund ihrer Herkunft oder ihres Glaubens das Lebensrecht in Karlsruhe und in diesem Land absprechen. Wir wollen verhindern, dass Pegida hier Fuß fasst. Zeigen wir gemeinsam Flagge gegen jede Art der Gewalt, des Rassismus und der Verletzung der Menschenwürde. Lassen Sie uns ein deutliches Zeichen setzen!
nokargida.de“.