Widerstand und Protest lässt sich nicht verbieten – weder in Bangladesch, Istanbul noch in Frankfurt! A – Anti – Anticapitalista!

Blockupy Ffm – Klonkrieger geg. AktivistInnen
Erster Kurzbericht eines IL-Aktivisten im Karlsruher Bus:
Blockupy Frankfurt -
Widerstand im Herzen des europäischen Krisenregimes
Das Imperium schlägt zurück:
Einen Tag nach den erfolgreichen Blockaden vor der EZB und der Deutschen Bank,
den Blockaden vor Krisenprofiteuren auf der Zeil und gegen Abschiebungen am Frankfurter Flughafen hat das Imperium zurückgeschlagen:
Kurz nach dem Start der Blockupy-Großdemonstration wurden mehrere Hundert TeilnehmerInnen des antikapitalistischen Blocks, der auch von der iL mitorganisiert worden ist, darunter viele GenossInnen aus anderen Ländern wie z.B. Italien, eingekesselt und wegen Lächerlichkeiten („Skibrillen-Bewaffnung“, bemalte Regenschirme, u.a.) 9,5 Stunden lang festgehalten, während martialisch ausgerüstete „Robocops“
dann auf brutalste Art und Weise knüppelten, sprayten und abführten.
Somit wurde die Demo auch gestoppt und konnte nicht weitergeführt werden, deren Demoroute zuvor in zwei Instanzen gerichtlich erfolgreich durchgeklagt wurde.
Das Polizeivorgehen war bereits vor Beginn der Demo genau geplant und vorbereitet worden. Die zuvor erlassene Auflagenverfügung zur Demonstration (Transparentstangen nur 2 m, Seitentransparente 1,5 m auseinander usw. dienten von vorneherein einzig dem Zweck, der Polizei eine anlassunabhängige Eingriffsgrundlage gegen Teile der Demonstration zu konstruieren.
Ziel des hessischen Innenministeriums war es die „Guten“ von den „Bösen“ zu trennen.
Doch es war einhellige Meinung in der Demo, dass wir alle zu den „Guten“ gehören….

Der gesamte Demozug vor und hinter den über 9 (!) Stunden Eingekesselten zeigte sich aber solidarisch
und blieb entgegen den Anweisungen der Polizeieinsatzleitung stehen.
Ein Großteil der Demonstration (bis auf einige Auswärtige, deren Busse zurückfahren mussten)
blieb bis zum Schluss (22:30 Uhr) bei den Eingeschlossenen. Danach gab es eine kleine Abschlusskundgebung, bei der die Rote Hilfe Ungeheuerliches berichten musste: mind. 250 z.T. schwer verletzte Demonstrant_Innen, darunter ein Journalist und sogar auch ein Kind!

Was ist eine Skibrille oder ein Farbbeutel gegen die Verbrennung von 1100 TextilarbeiterInnen in Bangla-Desh wegen des Profits skrupelloser Textilhandelsketten?
Was ist eine Parole an einer Bank gegen Millionen Hungernde wegen Spekulationen der Deutschen Bank und anderen mit Nahrungsmitteln an der Börse?
Was ist ein Böller gegen Tausende Tote Flüchtlinge an den militärisch gesicherten Außengrenzen der EU?

Widerstand und Protest lässt sich nicht verbieten – weder in Bangladesch, Istanbul noch in Frankfurt!
A – Anti – Anticapitalista!